Barrikade-Mythen

Seit das Medienprojekt Barrikade.info vor 1,5 Jahren angefangen wurde, haben sich schon einige falsche Ideen darüber gebildet. Hiermit möchten wir diese ansprechen und richtigstellen:

Um was auf Barrikade.info publizieren zu können, muss mensch perfekt schreiben können, 5 Jahre Journalismus studiert haben und mindestens eine 5 Seiten lange Analyse produzieren.

Wichtiger als die Form eines Textes ist uns dessen Inhalt, und wir möchten alle Menschen ermutigen, mehr über ihre Ideen und Kämpfe zu schreiben und dies nicht den Journalist*innen zu überlassen. Auch ist es Teil unsere Arbeit, beim Publizieren zu helfen und wir geben gerne Tipps und Tricks oder korrigieren Tippfehler, wenn das erwünscht ist.
Übrigens veröffentlichen wir auch gerne Kurznews, dh. Kurzberichte über Aktuelles oder Dinge, die gerade in deiner Gegend passieren.

Das Barrikade.info Moderationskollektiv ist die Verursacherin von allen Aktionen und Kämpfen, die publiziert werden - und/oder: Das Moderationskollektiv hat direkten Kontakt zu allen kämpfenden Menschen.

Ein Klassiker: Menschen publizieren einen Artikel auf Barrikade.info, in welchem erklärt wird, warum diese Demo oder jene Aktion stattgefunden hat. Darauf folgen Mails an das Moderationskollektiv - oft von Journalist*innen, aber nicht nur! - die uns ansprechen, als wären wir die Urheber*innen dieser Taten, und bitten uns um ein Interview an oder möchten sonst irgendwelche Infos über das Geschehen wissen. Also nochmal; Barrikade.info ist eine partizipative, offene Informationsplattform. Alle können darauf Texte publizieren, solange sie nicht gegen die Grundsätzte sprechen. Falls ein Text vom Moderationskollektiv geschrieben wird (wie dieser hier), wird das sichtbar von uns unterschrieben.
Zudem läuft das Publizieren anonym. Wir haben also nach der Veröffentlichung des Artikels keinen Kontakt mehr zu den Autor*innen und auch keinerlei Möglichkeit, diese zu erreichen.
- Fun-Fakt dazu, wir wurden sogar als Organisator*innen der Welcome to Hell-Demo vom G20 in Hamburg angesprochen und um ein Interview angefragt

Die Personen aus dem Barrikade.info-Kollektiv leben im Untergrund und sind nicht persönlich erreichbar; es sind nahezu mythologische Gestalten.

Nach der Repressionswelle gegen Indymedia Linksunten ist uns nochmals stärker bewusst geworden, dass linke und anarchistische Strukturen - sowie die Menschen, die dahinter stecken - für den Staat ein Angriffsziel sind, sobald sie auf eine grössere Resonanz stossen.
Deswegen wollen wir vorsichtig sein und uns nicht unnötig exponieren. Menschen vom Moderationskollektiv sind aber ganz real, leben und sind politisch aktiv in den meisten Regionen der Deutschschweiz. Vielleicht kennst du selber ja sogar welche. Wenn das der Fall ist, dann... pssst... behalte das für dich. Danke!

Um veröffentlicht zu werden, muss ein Artikel unbedingt insurrektionalistischen Inhalt haben.

Auch wenn direkte Angriffe auf die Welt der Autoritäten uns immer freuen, publizieren wir genau so gerne andere Inhalte. Es ist uns wichtig, dass Barrikade.info nicht nur eine Kampfform oder eine emanzipatorische Tendenz widerspiegelt. Vielmehr soll eine emanzipatorische Bewegung in ihrer Diversität und Unterschiedlichkeit unsere Plattform als Werkzeug brauchen können.
Hier findet ihr ein Tutorial, welches erklärt, wie ein Artikel zu publizieren ist.

Emanzipatorische Medienarbeit geht uns alle was an.
Deshalb: Schaffen wir unsere eigenen Medienplattformen und berichten aus unserer Perspektive!
Publiziert auf Barrikade.info!

P.S.

Solidarisch grüsst
Euer Barrikade.info-Moderationskollektiv