Communiqué zum queerfeministischen Block an der Frauen*Demo

Am Samstag 10. März haben sich viele FLTIQ (Frauen*Lesben*Trans*Inter*Genderqueer und weitere Identitäten) am Queeren Block der Frauen* Demo in Zürich beteiligt. Es sind Transmenschen, Intersexmenschen, Genderqueers, non binarys, Frauen*, +, aus verschiedenen Städten, die sich nicht nur mit der Kategorie Frau* identifizieren, jedoch alle vom Patriarchat als Unterdrückungs- und Herrschaftssystem betroffen sind.

Das Patriarchat kennt und arbeitet mit Binaritäten und sein Überleben basiert auf der Erhaltung und Stabiliserung dieser Kategorien um sich zu legitimieren. Feminismus und der Kampf gegen das Patriarchat können und dürfen niemals nur für sich selbst stehen und sind untrennbar mit dem Aufdecken und Analysieren anderer Herrschaftsverhältnisse und den daraus folgenden Unterdrückungsmechanismen verknūpft​​​​​​​. Es ist ein emanzipatorischer, intersektionaler Kampf, der auch antikapitalistisch, antirassistisch und gegen den Staat ist. Es wurde ein intersektionaler Aufbruch dieser Binaritäten als Unterwanderung und Zerstörung des Patriarchats gefordert!

Während der Demo wurden laute Parolen gerufen, getrommelt und auf Transpis waren Texte zu lesen wie „ Enjoy the Feminist killjoy“, „ Gemeinsam Patriarchat zerstören, unser Feminismus kennt mehr als 2 Geschlechter“", „Make Feminism a threat again!“. Es gab Sprayereien und Kleisterbilder, welche die Bahnhofstrasse als Sinnbild des Kapitalismus und speziell in jener Einkaufstrasse mit ihren sexistischen und binären Rollenbildern kritisieren. Ebenso wurde die Europallee als Zeichen der immer weiter fortschreitenden Gentrifizierung angegriffen. Es gab Reden zu Cis-sexismus, Rojava (Afrin), struktureller Gewalt, Polizeigewalt, Rassismus und rechter Hetze.

Heute wurde 1 Person brutal von der Bauabsperrung gerissen und von der Demo heraus verhaftet Auf diese Verhaftung hin haben sich mehrere Hunderte Personen solidarisch dagegen gewehrt. Diese repressive Taktik der Bullen kennen wir unter der Leitung von Richard Wolf. Nach der Verhaftung begann sich ein weiterer Demonstrationszug durch die Innenstadt zu formieren um die Freilassung dieser Person zu fordern.

Raus auf die Strasse! Gegen das Patriarchat! Gegen Genderbinarität!