Demo: OISI STADT – OISI QUARTIER!

Wir gehen auf die Strasse, weil wir die verschiedenen Gesichter der Stadtaufwertung in Zürich demaskieren und anprangern wollen. Zeigen wir am 18. November, dass wir viele sind und dass wir diese Entwicklungen nicht hinnehmen werden.

Wir gehen auf die Strasse, weil wir die verschiedenen Gesichter der Stadtaufwertung in Zürich demaskieren und anprangern wollen. Damit meinen wir:

• Die Verkehrsberuhigung an der Weststrasse hat das Gesicht des Quartiers radikal verändert. Viele, die jahrzehntelang die Abgase der Autokolonnen ertragen mussten, können sich die Mieten im Quartier heute nicht mehr leisten. Die Strasse wird zur Gourmetmeile für die neuzugezogenen Yuppies, die Asyl-Beratungsstelle muss weichen.

• Die Europaallee als Ausläufer des Kreis 1 an die Langstrasse ist der Abschluss eines versuchten Umbruchs im Quartier, welcher mit dem Projekt “Langstrasse Plus” von Josef Estermann und Rolf Vieli eingeleitet wurde. Die Stadtpolizei schmeisst das unerwünschte Klientel raus, rein dürfen diejenigen, die sich eine 3-Zimmer-Wohnung für mehr als 5’000 CHF monatlich leisten können.

• Wo früher die Perla-Mode ein Ort alternativer Kultur war, steht heute das neue Hiltl an der Langstrasse. Dieses versucht krampfhaft, der Kritik gegenüber der Eröffnung gewitzt entgegenzutreten. Sie scheitern damit und zeigen mit ihren arroganten und sexistischen Sprüchen gegenüber Sexarbeiter_innen, dass sie von der Langstrasse nichts verstanden haben.

• Die geplante SBB-Überbaung an der Neugasse ist ein weiterer Schritt der Bundesbahnen, um sich als Player im Immobilienmarkt zu etablieren. Sie gaukeln eine Partizipation der Anwohner_innen vor, doch wir wissen, dass ihre Interessen unseren Bedürfnissen entgegenstehen.

Es gibt sicher ganz viel, was diese Beispiele unterscheidet – aber es gibt noch viel mehr, was diese Fälle verbindet. Immer geht es darum, dass eine Stadtentwicklung vorangetrieben wird, die als Stadtaufwertung bezeichnet wird. Doch wir wissen, dass damit eine Aufwertung gemeint ist, die man sich erst mal leisten können muss. Für diejenigen, die sich diese Aufwertung nicht leisten können, bedeutet diese Art der Stadtentwicklung letztlich eine Vertreibung aus dem Quartier. Eine Vertreibung, die in der Regel auch eine Verschlechterung ihrer Lebensumstände bedeutet.

Wir wollen an der Demonstration auf diese Entwicklungen aufmerksam machen. Wir wollen diejenigen, die hinter solchen Projekten stehen, demaskieren und anprangern. In dem Sinne ist es eine Demonstration von unten, es ist eine Demonstration von denjenigen, die von dieser Stadtaufwertung von oben angegriffen werden. Zeigen wir am 18. November, dass wir viele sind und dass wir diese Entwicklungen nicht hinnehmen werden.

Solidarisieren - Organisieren - Kämpfen

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