Demo: Sozialen Kahlschlag Stoppen

Im Kanton Bern wird im November ein 185 Millionen Franken schweres Sparpaket behandelt. Die Kürzungen treffen einmal mehr den sozialen Bereich, das Gesundheitswesen, die Bildung und den Behindertenbereich. Gleichzeitig werden Steuergeschenke für Unternehmen im Wert von 200 Millionen gefordert.

Dagegen findet am 22. November 2017 in Bern eine Demonstartion statt.

Die Besammlung findet um 18 Uhr voraussichtlich auf dem Bahnhofplatz statt. Danach soll die Demonstration zum Rathaus führen. Dort hält der Grosse Rat bis 19 Uhr seine Sitzung.

Wer ist betroffen?

  • Die Lebensqualität der Menschen wird herabgesetzt: Der soziale Kahlschlag trifft besonders Alleinerziehende, Frauen*, Rentner_innen, Menschen in Ausbildung, (geflüchtete) Migrant_innen sowie Arbeiter_innen mit zu wenig Einkommen.
  • Die Errungenschaften der Frauen*bewegung werden angegriffen: Wenn Arbeiten im Bildungs-, Betreuungs- oder Gesundheitsbereich wegen Kürzungen liegenbleiben, übertragen sich diese auf die Haushalte. Dort stemmen nach wie vor Frauen* die grösste Last.
  • Die staatlichen Angestellten werden gestresst: Im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen muss wegen den Kürzungen und Personalabbau immer schneller und unter schlechteren Bedinungen gearbeitet werden. Wer zum Beispiel gut pflegen, ausbilden oder betreuen will, kann dies immer weniger.
  • Eine allgemeine Lohnsenkung findet statt: Unabhängig davon, was wir von staatlichen Leistungen halten, finanzieren wir sie über Steuern und Sozialabgaben mit. Indirekt werden also unsere Löhne gedrückt.

Was nun?

  • Gemeinsam auf die Strasse: Im Parlament scheint es aktuell nicht genügend wirksamen Widerstand gegen den sozialen Kahlschlag zu geben. Nur wenn wir als Betroffene zusammenstehen, haben wir eine Chance. Der nächste Schritt zur Demo liegt bei dir. Dort, wo du jetzt stehst, im Betrieb, in der Schule, im Freund*innenkreis, in der Famliie, im Heim, in den Sozialen Medien.
  • Uns nicht gegeneinander ausspielen lassen: Wenn wir Kürzungen im einen Bereich verhindern können, die erkämpften Millionen dann allerdings einfach in einem anderen Bereich gekürzt werden, haben wir nichts erreicht.
  • Von der Defensive in die Offensive: Der Kahlschlag wird erst zu stoppen sein, wenn der Widerstand genügend stark ist.

Wer ruft zur Demo auf?

  • Wir sind eine Gruppe von Personen, die von der Spar- und Abbaupolitik negativ betroffen sind und etwas gegen diesen sozialen Kahlschlag unternehmen wollen. Wir sind überzeugt, dass Betroffene stärker und direkter zu hören, zu sehen und zu spüren sein müssen.

P.S.

Eine Bewilligung für die Demonstration wurde eingereicht, liegt aber noch nicht vor. Laufende Infos und den Aufruf in anderen Sprachen finden sich unter kahlschlagstoppen.noblogs.org.