Ein paar Gedanken zur wachsenden Repression

Definition Polizei: Untergeordnete vom Staat, agierend in einer gewaltbereiten Gruppierung, die ihre Handlungen mit der Bezeichnung „Hüter des Gesetzes“ rechtfertigen. Auch bekannt unter “Bullen, Cops, Bastards, Schweine, Rassisten, Sexisten”.. oder auch einfach unter: “Faschisten”. Herzlose, kaltblütige Faschisten.

Ich bin wütend, sehr wütend. Wütend auf das System und ihre Marionetten. Ich habe Angst, Angst vor dem, was auf uns, auf die Welt zukommt in den nächsten Jahren; Aufrüstung, Militärmacht, Vernichtung von anderen Meinungen und den Menschen, die für ihre Meinungen dastehen, stehen bleiben, bereit sind dafür zu sterben. Für ihren Kampf, für eine andere Welt.
Ich bin traurig. Traurig über die Menschheit, ihre Verkommenheit, ihre Blindheit und ihre Ignoranz. Ich bin enttäuscht, enttäuscht über die Lernunfähigkeit unserer Welt, enttäuscht darüber, dass immer und immer wieder die gleichen Kriege geführt werden, dass es nie damit aufhören wird in diesem System. In diesem scheiss Kapitalismus. Ich bin erschreckt, erschreckt über die Gewaltbereitschaft von Millionen von Menschen, erschreckt über die Gefühlslosigkeit, die herrscht, die herrscht und mitreisst. In tiefe, dunkle Abgründe.
Aber vor allem bin ich wütend. Und diese Wut muss raus und zwar an die, die es verdienen. An die, die für das herrschende System sind, die sich über uns stellen, die Macht besitzen, oder glauben sie besässen Macht. Macht, die sie zu etwas Besserem machen würde, ihnen Ansehen einbringt und Respekt, den sie nicht verdienen, den sie nie verdienen werden, den ich ihnen in keinem Augenblick meines Lebens gewähren werde. Sie können mich angreifen, zu verstummen versuchen, mich erniedrigen oder einsperren. Sie können ihre Waffen zücken, abdrücken, mich einschüchtern, doch meinen Respekt – ja, meinen Respekt, den werde ich ihnen niemals geben.
Was auch immer sie versuchen werden, sie werden mich – sie werden uns nicht klein kriegen, denn sie können uns alles nehmen, ausser was wir in uns tragen. Die Kraft aufrecht zu bleiben, die Solidarität füreinander da zu sein, die Überzeugung gemeinsam etwas zu verändern, gemeinsam in den Kampf zu ziehen und die Hoffnung, die Hoffnung auf eine andere Welt, eine bessere Welt, wo sie keinen Platz mehr haben, keine Macht, keine Existenz.


Wir lassen uns nicht klein kriegen. Im Knast sind wir zahlreich und draussen noch zahlreicher. Lasst uns zusammen Wände dekorieren, Gedanken formulieren und Meinungen herausschreien. Denn unseren Respekt, den werden sie nie kriegen und den Kampf niemals gewinnen. Wir geben nicht auf!


P.S.

Das Kollektiv barrikade.info empfiehlt die Nutzung des Gender*sternchens. In der Dominanz der männlichen grammatikalischen Form über die weibliche sehen wir einen latenten Sexismus, der sich in der Sprache manifestiert. Durch das Stern*chen entsteht Platz für alle Gender.