(Fast) alles im Brief von Mario Fehr ist wahr.

Damit machen wir auf die unmenschlichen Zustände im Nothilferegime der kantonalen Sicherheitsdirektion aufmerksam. Viele Menschen im Kanton Zürich scheinen nicht zu wissen, dass vor ihrer Haustür Grundrechte mit Füssen getreten werden.

Die Vorstellung, dass Mario Fehr abgewiesene Personen in privaten Kellern unterbringen will, mag empörend wirken. Die Massnahme entspräche aber durchwegs dem Rahmen der bereits betriebenen Politik. Durch den Leistungsauftrag des Kantons an die ORS Service AG wird das in der Verfassung festgeschriebene Grundrecht auf bedingungslose Nothilfe schon heute an eine private, gewinnorientierte Unternehmung ausgelagert. Auch die Unterbringung in einem fensterlosen Keller, ohne frische Luft und Tageslicht entspricht der traurigen Wahrheit im Bunker in Urdorf.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Zivilschutzbunker und einem privaten Keller? Immerhin wären die städtischen Keller nicht am äussersten Rand einer Agglomerationsgemeinde gelegen, welche mit Hilfe der Eingrenzungen als Freiluftgefängnis fungiert.

Dieser Politik stellen wir uns entgegen.
Wir fordern das Ende des unmenschlichen Nothilfe-Regimes, die Schliessung der Notunterkünfte sowie die Aufhebung aller Eingrenzungen.
Wir fordern, dass niemandes Würde und kein Menschenleben der Profitlogik einer privaten Unternehmung unterworfen wird.
Wir fordern eine solidarische Gesellschaft, die sich ihrer gewaltsamen Aus- und Abgrenzungsmechanismen entledigt.