Flughafen in NDDL verhindert – Die ZAD verteidigen und erweitern!

Nach über 45 Jahren Widerstand gegen das unnütze Grossbauprojekt des Flughafens in Notre-Dame-des-Landes (nähe Nantes FR) hat die Bewegung das Scheitern des Projektes erreicht. Der "Ministerrat" entschied, dass statt des Grossflughafens ein Ausbau des bestehenden Flughafens "machbarer" erschien. Nun wird weiter versucht gegen die "Unrechtszone" einer "Ultralinken Blackbloc-Szene" zu hetzen, die die Regierung räumen lassen will. Gegen die Spaltung des Widerstandes und seines Riesenerfolges gegen die Grossindustriellen Interessen hat die Vollversammlung der Flughafengegner*innen am selben Tag einen gemeinsamen Text veröffentlicht, indem der Verbleib sämtlicher Bewohner*innen des Gebietes, inklusive der "neuen" Besetzer*innen, gefordert wird. Für den 10. Februar wird an einer Grossmobilisierung festgehalten – zehntausende werden in Notre-Dame-des-Landes erwartet.

César kam nur bis Roanne

Seit nunmehr fünf Jahren ist kein effektiver Bulleneinsatz auf der autonomen Zone erfolgt. Nach dem spektakulären und gewaltsamen Scheitern des Bullengrosseinsatzes "OP Cézar" wurde wiederbesetzt. Seit 2012 sind bis zu 400 Menschen in den besetzten Gebieten ansässig geworden. Das 1600 ha grosse Gelände setzt sich aus fast hundert "Lebensräumen" zusammen, aus Hütten, Wagenplätzen, Höfen, besetzten Häusern, Zeltplätzen... Drei Landstrassen sind teilweise komplett der staatlichen Kontrolle entzogen, derzeit sammeln sich zahlreiche Hundertschaften, der Druck wird erstmals seit dem Fiasko von 2012 vor Ort spürbarer – Hotels und Feriendörfer werden nach und nach mit Cops belegt.

"Volksbefragungen, Mediationsverfahren – Spaltungsbestrebungen"

Im vergangenen Jahr ergab eine "Volksbefragung", dass eine knappe Mehrheit in der Umgebung für einen Flughafen sei. Ausschlaggebend waren allerdings fern vom Flughafen gelegene Orte und Städte – im betroffenen Gebiet waren die Dörfer fast geschlossen gegen das Projekt. Daraufhin wurde ein "Mediationsverfahren" eingeleitet, um zu sondieren, was für Kompromisse möglich seien. Die Komission kam kürzlich zu dem Schluss, dass es keinen guten Kompromiss mit Flughafen geben könne, da die Bevölkerung zu gespalten sei. Nun wird zunehmend auf die "radikalsten Elemente" verwiesen, die auch nach einem gescheiterten Flughafen keinen Grund mehr hätten vor Ort zu bleiben. Doch die ZAD (Zone a défendre - zu verteidgende Zone) ist ein Raum für Leben und Gemeinschaft geworden, der den Flughafen durch seine Heterogenität verhindert hat.

Anhaltende Grossmobilisierungen

Im Jahr 2016 gab es gleich zwei mal Mobilisierungen mit über 30.000 Menschen – der Widerstand gegen den Flughafen hat auch in 45 Jahren nichts von seinem Schwung verloren. Mit der drohenden Anerkennung der "Erklärung öffentlichen Nutzens" (dup) des Projektes drohte nun eine gewaltsame Durchsetzung des unbeliebten Grossbaus. Diese dup dürfte nun vom Tisch sein, nicht jedoch die Androhung von Bulleneinsätzen. Der französische Staat ist knallhart am Widerstand der Bewegung gescheitert und mit ihm der Vinci-Konzern und seine Freund*innen. Nun würde er gerne seine Hoheit reetablieren – verhindern wir das!

Feiert den Erfolg gegen die Betonwüste auf den Strassen!

Kommt am 10. Februar nach NDDL!

Auf in die Bretagne, die ZAD verteidigen und erweitern!