Klimastreik am 15.03

"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!"

[Hier der Aktuelle Live-ticker von heutigen Tag->https://barrikade.info/Wir-sind-hier-wir-sind-laut-weil-man-uns-die-Zukunft-klaut-1988]

Am 15. März 2019 wird weltweit zu einem weiteren Klimastreik aufgerufen. Hier eine Liste der Treffpunkte in der Schweiz: (https://climatestrike.ch/events/)

Mit den Klimastreiks haben Schüler*innen eine längst überfällige Bewegung gegen das Ignorieren des Klimawandels losgetreten. Dabei werden sie von allen Seiten mit dem Anspruch nach angeblich korrektem individuellem Konsum drangsaliert. Doch wenn die Frage nach Massnahmen gegen den Klimawandel nur individuell beantwortet wird, führt das ins Leere. Die zerstörerische Logik des Kapitalismus kann nur durch kollektives Handeln überwunden werden.

Klimakapitalismus – Wer sich um globale Erwärmung sorgt, kommt um die Systemfrage nicht herum

An diesem Tag wird es auf barrikade.info einen Liveticker geben, den ihr zum Beispiel mit dem barrikade-App oder auf der Webseite aufrufen könnt. Darauf werden Infos, Fotos etc. zu den Mobilisierungen, den Cops, usw. veröffentlicht. Die Liveticker werden die Demos von Bern, Zürich und St-Gallen mitverfolgen, aber auch Infos von den anderen Mobilisierungen verbreiten. Auch bei unseren Freund*innen von Renverse.co wird es einen Liveticker von Lausanne und Genf geben.


Im Zuge des schweizweiten Klimastreiks sind zum ersten Mal in der Ostschweiz Schüler*innen unter einem gemeinsamen Zweck und einer insurrektionalen Strategie geeint worden. Dadurch wird der Klimastreik auch aus revolutionärer Sicht interessant, zumal nun eine neue Kraft in der aktivistischen Sphäre in der Ostschweiz auftaucht. Die Bewertung dieses Phänomens ist schwierig, da die Bewegung jung und schwer zu erfassen ist. Der folgende Text setzt sich weniger mit den Zielen und Forderungen des Klimastreiks, sondern eher mit den revolutionären Möglichkeiten und Kapazitäten desselben auseinander. Der Klimastreik aus einer antiautoritären Perspektive.

Klimastreik: Geburt einer insurrektionalistischen Jugendbewegung?

ABER: Durch das Mittragen von Handys seid ihr nicht anonym unterwegs! Die Cops können zum Beispiel anhand von GPS-Standortdaten, Metadaten von SMS und Telefonaten (Zeit, Kontakte und Ort) oder auch nur durch die reine Verbindung zum Handynetz herausfinden, dass ihr an der Demo seid und wo genau ihr euch zu welcher Zeit aufhält. Zudem verfügen sie über die Möglichkeit durch die Mikrophone am Handy mitzuhören, was ihr mit euren Freund*innen so besprecht.

Entscheidet selber, ob ihr das Mittragen von Smartphones als sinnvoll erachtet. Seid aber in allen Fällen vorsichtig und passt auf einander auf!


Am 14. Dezember fand der erste Klimastreik in Zürich statt, eine Woche später folgten Kundgebungen in zahlreichen weiteren Städten der Schweiz. An einem nationalen Treffen, für das sich jede*r anmelden konnte, wurde über die Weihnachtsferien dann beschlossen, wie diese Bewegung innerhalb der Schweiz weiterorganisiert werden soll. Es entstand ein vorübergehendes nationales OK, viele kleinere regionale Komitees und Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Die Bewegung soll für alle offen sein. Aber wer ist überhaupt “alle” und was bringt dieser Begriff mit sich?

[Klimastreik - Eine Bewegung für alle?->https://barrikade.info/Klimastreik-Eine-Bewegung-fur-alle-1830]

Wir sehen uns am 15. März auf der Strasse!