No Swiss Israel Day

70 Jahre Staat Israel: 70 Jahre Kolonialismus und Apartheid!

Am 27. Mai findet im Palazzo dei Congressi in Lugano der jährliche Swiss Israel Day statt, eine pro-israelische Propaganda-Veranstaltung, die von der Swiss Israel Association (ASI) mit Unterstützung der Stadt Lugano und des Departements für auswärtige Angelegenheiten der Eidgenossenschaft organisiert wird und an der auch Bundesrat Ignazio Cassis teilnehmen wird.
Anlässlich des 70. Jahrestages der Gründung des Staates Israel steht der Tag unter dem Motto: "Wissenschaft und Innovation für den Frieden."

Man sagt, dass die Geschichte von den Siegern geschrieben wird... man sagt aber auch: "Krieg ist Frieden", "Freiheit ist Sklaverei" und "Unwissenheit ist Stärke".... Es gibt aber auch jene, die das Wort "Frieden" mit der "Schöpfung" des Staates Israel in Verbindung bringen...

Seit seiner Gründung bis heute gründet der Staat Israel auf koloniale Gewalt und Rassismus. Am 15. Mai 1948 war es für die Palästinenser*innen die Nakba (Katastrophe), d.h. die Vertreibung von 750.000 Palästinenser*innen (die Hälfte der Bevölkerung des Landes), die Zerstörung von mehr als 500 Dörfern und die Zerstörung von Dutzenden von Städten. Seitdem hat die israelische Besetzung von palästinensischem Land weiter zugenommen (es wird geschätzt, dass Israel heute 85% des historischen Palästinas besetzt). Gestern wie heute ist Israel ein Staat, der aufgrund von Ethnizität, Religion und Nationalität trennt, ausschliesst und diskriminiert, unterstützt von westlichen Mächten wie Italien, den Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Frankreich und nicht zuletzt der Schweiz.

Während die Staats- und Regierungschefs so genannte "Friedensprozesse" verfolgten, setzte die israelische Regierung (durch Kriege, Segregationsgesetze, Landbeschlagnahme und Zerstörung palästinensischer Häuser, Massenverhaftungen, Folter, militärische Besetzung und Verweigerung der Bewegungsfreiheit) ihre Politik der ethnischen Säuberung fort. Die Nachrichten aus dem Gazastreifen in den letzten Wochen sind ein weiteres Beispiel für diese Politik.

Die Schweiz ist ein treuer Verbündeter Israels, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Ein Beispiel, das auch das Tessin betrifft, sind die israelischen Drohnen, mit denen die Grenzsoldaten Migrant*innen suchen, oder die Aussagen des Bürgermeisters von Lugano, Borradori, der die "privilegierten Beziehungen" seiner Stadt zu Israel lobt und Jerusalem als Hauptstadt des jüdischen Staates bezeichnet.

Im vergangenen Jahr war die Anwesenheit der ehemaligen israelischen Aussenministerin (und Kriegsverbrecherin) Tzipi Livni in Lugano nicht unbemerkt geblieben. Vor dem Kongresszentrum befand sich eine lebhafte, von den Teilnehmern geäußerte Wut gegen Israel und seine Komplizen.

Auch in diesem Jahr sagen wir NEIN ZUR KOLONIALISMUS DER ISRAELISCHEN SIEDLUNGSPOLITIK! KEINE ETHNISCHE SÄUBERUNG VON PALÄSTINA UND KEINE KOMPLIZENSCHAFT DER STADT LUGANO UND DER SCHWEIZ!

SOLIDARITÄT MIT DEN PALÄSTINENSER*INNEN IN IHREM KAMPF, INNERHALB UND AUSSERHALB DER ISRAELISCHEN GEFÄNGNISSE!

SONNTAG 27. MAI 2018, ab 16.00 Uhr, DEMO ZUM PALAST DER KONGRESSE!

Beteiligt euch als Individuen, tragt keine Fahnen von politischen Parteien. Keine Journalist*innen, keine Faschist*innen, kein Rassismus, kein Antisemitismus!

Weitere Informationen auf der Gegeninformationsseite: frecciaspezzata.noblogs.org