Raaupe kritische Bildung: SEA-WATCH 3

Ein Crewmitglied erzählt über den Januareinsatz und die rassistische Migrationspolitik der EU

4. März | Güterstrasse 8 Bern (2. Stock) | 19:30

Die Sea-Watch 3 war Anfang Jahr das einzige verbliebene zivile Rettungsschiff im zentralen Mittelmeer. Am 19. Januar 2019 hat sie 47 Menschen vor der Küste Libyens von einem Schlauchboot gerettet. Unmittelbar nachdem die Menschen abscheulicher Gewalt, Folter und Ausbeutung in Libyen entflohen sind, wurden sie zum Spielball europäischer Migrationspolitik gemacht. Mehrere Tage irrte das Schiff trotz stürmischen Wetters auf dem Mittelmeer umher um einen sicheren Hafen für die Geretteten zu finden. Bevor die Leute in Catania (Sizilien) von Bord durften, musste das Schiff tagelang vor der Küste Ankern und die Menschen waren weiteren Schikanen ausgesetzt. Europäische Staaten handeln äusserst skrupellos wenn es darum geht die Aussengrenzen abzuschotten. Der Tod von Migrant*innen, besonders auf dem Mittelmeer und in Nordafrika, gehört zum perversen Kalkül in der Durchsetzung europäischer Interessen.

Was geschah während dieser Zeit auf dem Schiff? Was erzählten die Menschen von ihrer Flucht, von ihren bisherigen Erlebnissen, vom Zustand des Wartens? Ein Crewmitglied der Sea-Watch 3 erzählt über dieses Ereignis und die Hintergründe.