Räumung der Hausbesetzungen in Freiburg - TagX+2 Demo am Samstag

Leerstand führt zu Widerstand, Gentrifizierung führt zu Stress!
Die Hausbesetzungen in Freiburg im Breisgau, Klara17 und Mozart3 wurden heute, am 07.03.2019, geräumt. Mit großem Polizeiaufgebot nahmen sie uns die Häuser, damit sie wieder leerstehen oder luxussaniert werden können. Aber in einer Stadt wie Freiburg, in der Wohnraum knapp und die Mieten extrem hoch sind, führt Leerstand zu Widerstand und Gentrifizierung zu Stress.
Wir sind sauer, weil wir keine Wohnung finden; weil Menschen auf der Straße und im Lager leben müssen.

Wir sind sauer, weil die Staatsmacht und ihre Handlanger nur die Interessen der Mächtigen und Reichen schützen.
Weil sich in der Stadt nichts tut müssen wir alles in Handarbeit machen - und von unten eine Stadt zu schaffen, in der nicht nur die Superreichen leben können.
Wir sind sauer, weil uns die Hände mit Handschellen gebunden werden sollen.
Aber unsere Herzen brennen, angefeuert von den Eindrücken der letzten Woche. Wir haben gesehen, was wir gemeinsam auf die Beine stellen können; was es bedeutet, Freiräume zu schaffen und sie zu beleben. Von den Nachbar*innen zu hören, dass wir genau das Richtige tun; zu merken, dass sich in der Stadt etwas bewegt - deshalb haben wir Bock weiter zu machen. Generell gilt: Nach der Räumung ist vor der nächsten Besetzung.

Wir rufen auf, an TagX+2, gemeinsam zu demonstrieren und laut zu zeigen, dass wir nicht einverstanden sind: Mit der Räumung unserer Häuser hat die Stadt Leerstand weiter möglich gemacht und der Gentrifizierung weiter den Weg geebnet.

Samstag, den 9.3.2019, 18 Uhr, Stühlinger Kirchplatz