Solikino und Solibrunch für die Defend-Afrin-Demokosten

Momentan steht aufgrund der Defend-Afrin-Demo vom 7.April über 140 Aktivist*innen ein Verfahren wegen Landfriedensbruch und Ungehorsam gegenüber Beamt*innen bevor. Also zückt euer Soliportemonnaie und zeigt euch solidarisch, damit wir alle auch in Zukunft die Möglichkeit haben, für unsere Prinzipien einzustehen und für eine gerechte Welt zu kämpfen!

Unsere erste Soliveranstaltung: Wir zeigen am 12. Dezember um 20 Uhr den Film «Bakur: Inside the PKK» im Kino der Reitschule.

Seit Jahrzehnten kämpft die Arbeiter*innenpartei PKK für die Unabhängigkeit der kurdischen Gebiete von der Türkei. Dabei greifen die Mitglieder der von den USA, der EU und der Türkei als terroristische Vereinigung eingestuften Bewegung nicht selten auch auf drastische und gewaltsame Methoden zurück, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Die Filmemacher Çayan Demirel und Ertuğrul Mavioğlu haben für ihre Dokumentation «Bakur» verschiedene Gruppen der kurdischen Kämpfer*innen mit Kameras begleitet, um einen tiefgehenden Einblick in ihr alltägliches Leben zu geben. Dabei versuchen sie, die Motivation hinter dem langjährigen und kräftezehrenden Kampf und die Einstellung der bewaffneten Widerständler*innen zum türkischen Staat zu ergründen. In diesem Rahmen wird sowohl die historische Entwicklung der PKK aufgearbeitet als auch deren Zukunftsperspektive thematisiert.

Jahr: 2015
Dauer: 92 Minuten
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=alqug5efZbY

Richtpreis: 12.–. Zudem wird es Soli-T-Shirts zu kaufen geben.

Unsere zweite Soliveranstaltung: Wir veranstalten am Sonntag, 16. Dezember ab 11 Uhr einen Brunch im Restaurant Sous le Pont mit Essen von kurdischen Vereinen und anschliessendem gemütlichem Tichu spielen. Es wird auch einen Infostand und Soli-Shirts geben.


Kontext: Vergangenen April gingen mehrere hundert Menschen in Bern auf die Strasse, um ihre Solidarität mit der kurdischen Stadt Afrin kundzutun, die von der türkischen Armee besetzt wurde. Die Kantonspolizei Bern entschied sich wie so oft dafür, den Demonstrant*innnen ihre politische Message abzuerkennen, verhaftete über 200 Aktivist*innen und sprach medial nur von «Saubannerzug» und «Sachbeschädigung». Dabei verlor sie kein einziges Wort über die tausenden Menschen, die durch den völkerrechtswidrigen Krieg getötet oder in die Flucht getrieben wurden.

Wir lassen uns jedoch nicht mundtot machen und kämpfen weiter für das revolutionäre Projekt Rojava. Kampf dem Faschismus des Diktators Erdogan, Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf. Berxwedan Jiyan e!