Stoppt das Sterben im Mittelmeer!

Am Sonntagnachmittag (23.09.2018) haben Aktivistinnen und Aktivisten in Luzern vor der Seebrücke auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam gemacht. Alleine im Juni und Juli 2018 sind über 851 Menschen im Mittelmeer ertrunken.


Die zivilen Seenotrettungen werden unter fadenscheinigen Argumenten am Auslaufen gehindert und das Aufklärungsflugzeug Moonbird darf ebenfalls seine Arbeit nicht verrichten. Was zurzeit auf See passiert, bleibt somit im Verborgenen. Es ist inakzeptabel, dass die Europäische Union und die Schweiz dabei zusehen, und dies auch noch mit enormen Summen finanzieren (Frontex, Dublin-Verträge und -Rückschaffungen, Unterstützung der lybische Küstenwache).
Mit der Lockerung der Waffenexportrichtlinien beteiligt sich die Schweiz nun noch aktiver daran, Profit aus Krieg und Tötung zu schlagen (neben Handel mit Rohstoffen, Geldgeschäfte, ...). Wenn es aber darum geht, den Menschen Schutz zu bieten, die unter anderem vor genau diesen Waffen fliehen, blockt Europa inklusive Schweiz ab.
Die Aktivistinnen und Aktivisten solidarisieren sich mit allen Menschen auf der Flucht und verurteilen die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung aufs Schärfste. Es kann nicht sein, dass Menschen auf der Suche nach Schutz und Zukunft ihr Leben verlieren. Es ist an der Zeit hinzuschauen, sich gegen den politisch organisierten Massenmord zu positionieren und zu handeln. - Alle am 29.09.2018 nach Bern an die Move for Life Kundgebung auf den Bundesplatz - laut und bunt und wütend! Für ein solidarisches Europa, für eine solidarische Schweiz und für sichere Häfen!