Tierbefreiung statt grössere Käfige!

In der Nacht auf den 5.12 sind wir (ein kleines Grüppli von Freund*innen) durch die Strassen Berns gestrichen und haben verschiedene antispeziesistische und herrschaftskritische Botschaften, durch Stencils und Sprayereien, hinterlassen. Unter anderem haben wir uns Biofleisch-Werbung ins Visier genommen.

Ländliche Biobauer* und -bäuerinnen*-Idylle:

Saftiges grünes Gras, strahlend blauer Himmel und glücklich gackernde Hühner.
Dies ist das gängige Bild über das Leben von „Bio-Tieren“, welches uns von den Medien und der Werbung vermittelt wird. Damit soll erreicht werden, dass der Konsum von Bio-Produkten moralisch vertretbar wirkt, kurz gesagt: dass mensch sich ein gutes Gewissen einkaufen kann. Viele Lebensmittelgeschäfte und -produzent*innen gehen auf diesen Trend ein und bieten mittlerweile für fast alle Konsumgüter eine teurere Bio-Variante an. Sich umweltbewusst und „tierlieb“ zu geben ist gut für das Image.

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Wir sagen Nein!

Nein zu „Bio-Hühnchen aus der Schweiz“. Denn egal ob Bio- oder Massenhaltung; das Huhn wird eingesperrt und ermordet/getötet. Wenn mensch den Konsum von „Hühnchen“ durch das Bio-Label versucht zu legitimieren, ist dies problematisch. Denn ein grösserer Käfig bleibt ein Käfig. Ein getötetes Huhn bleibt ein getötetes Huhn, egal ob bio oder nicht.


Die Züchtung, die Mästung und die Tötung von Milliarden von Tieren ist Fakt, ist Alltag. Und so wollen wir sagen: Nein! Nein zur täglichen Ausbeutung von Tieren. Nein zu Speziesismus. Tierbefreiung sollte ein Thema werden, statt an der Art der Haltung etwas verändern zu wollen. Antispeziesismus muss einen festen Platz in sozialen Kämpfen bekommen und Plattformen für alternative Varianten der Lebensmittelherstellung und -beschaffung sollten geschaffen werden!