Verschwörungsideologien als Querfrontstrategie

Vortrag und Diskussion mit Jutta Ditfurth
Am Donnerstag 7. Februar um 19:30h im Volkshaus Zürich

Der Kapitalismus ist ein hochkomplexes Herrschaftsverhältnis und wir sind alle Teil davon. Wenn von vermeintlich kritischen Zeitgenoss_innen nur einzelne Gruppen oder Personen für das ganze Leid auf der Welt verantwortlich gemacht werden, dann haben wir es mit Verschwörungsideologien zu tun.

Diese Vereinfachung ermöglicht eine klare Feindbestimmung. Ideologisch und gefährlich sind solche "Theorien", weil sie nicht auf die Verbesserung der menschlichen Verhältnisse abzielen, sondern auf eine gewaltsame Durchsetzung partikulärer Interessen - wenn nötig mittels Vernichtung. Nicht zufällig landen viele Verschwörungsideologien beim Antisemitismus.

Verschwörungsdenken findet sich quer durch alle politischen Lager. Es ist die irrationale Reaktion auf die erdrückende Übermacht der gesellschaftlichen Verhältnisse. Bedient wird ein solches Weltbild von Leuten wie Daniele Ganser, der eine "Gegenerzählung" anbietet und damit bei Antiimperialist_innen genauso gut ankommt wie bei Rechtsradikalen. Verbindende Elemente sind der Antisemitismus und die Pseudorebellion gegen die Ungerechtigkeiten der Gesellschaft.

Welche Funktion haben Verschwörungsideologien in der Bildung von Querfronten? Und welche Rolle spielt dabei der Antisemitismus? Diesen und anderen Fragen wollen wir zusammen mit Jutta Ditfurth nachgehen.