Infoportal aus der Deutschschweiz

Agenda

Ein Treffen mit dem Regisseur des bald erscheinenden Films "Belki Sibê (Morgen vielleicht), eine Reise durch den Krieg in Syrien und die Rojava-Revolution."Retour ligne automatique
Es werden Ausschnitte aus dem Film gezeigt und basierend darauf diskutieren wir mit einem internationalistischen Anarchisten, der die Revolution mit dem Internationalen Befreiungsbataillon verteidigen wollte.

Rojava ist der Name für das syrische Kurdistan, wo sich ein multiethnisches, feministisches, ökologisches und demokratisches Sozialprojekt entwickelt. Dieses soziale Experiment, das an mehreren Fronten von Daech oder dem türkischen Staat angegriffen wird, kämpft um seine Existenz.Retour ligne automatique
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Erfahrungen des Regisseurs sowie die Erfahrungen seiner Umgebung. Das Ergebnis seiner Erfahrungen ist der Dokumentarfilm "Belki sibe (Morgen vielleicht): Eine Reise durch den Krieg in Syrien und die Revolution in Rojava".Retour ligne automatique
Auszüge aus dem Film werden während der Diskussion gezeigt. Bilder, die bei Verteidigungseinsätzen und Schlachten, wo der Regisseur anwesend war (Manbij, Provinz Raqqa, Tabqa und Raqqa City), sowie Szenen des täglichen Lebens im dahinter, Zeremonien, Feiern oder andere besondere Anlässen wurden aufgenommen. Zu sehen sind auch Interviews mit Menschen aus verschiedenen Lebensrealitäten: hochrangige Offizier*innen, Soldat*innen, Politiker*innen oder kurdische, arabische, turkmenische, syrische Zivilist*innen oder Internationalist*innen.Retour ligne automatique
Ziel der Diskussion und des Films ist es, die militärischen, zivilen und politischen Aspekte der bis heute andauernden Situation in Nordsyrien zu thematisieren. Dabei soll sowohl eine internationalistische Perspektive als auch eine der lokalen Bevölkerung mit ins Gespräch einfliessen.

AKuT, Thun

Dienstag 23. Oktober 2018 von 20:00 bis 23:00

In einem Moment, in dem Medien und die Justiz versuchen, uns zu spalten, müssen wir stärker denn je zusammenhalten und unsere Solidarität auf vielfältige Art und Weise ausdrücken. Für uns spielt es keine Rolle, ob die Angeklagten schuldig sind oder nicht. Wehren wir uns gemeinsam, trotz unterschiedlicher Ausgangslagen! Zeigen wir uns solidarisch mit den Angeklagten vom 24. Juni 2016. Zeigen wir, dass unsere Solidarität stärker ist als staatliche Gesetze und Repression.
24. Oktober
Prozessbeginn
Strafgericht 7:30 Uhr

30. Oktober
Urteilsverkündung
Strafgericht 17:00 Uhr

Basel

Mittwoch 24. Oktober 2018

Ein Film über radikale, junge Aktivist*innen und über alte Militante aus der Stadtguerilla, erzählt mit Augenzwinkern. Aus Liebe und Sympathie zu Menschen die sich wehren. Gegen Rassismus, gegen Homophobie, gegen die "Festung Europa". Es geht um Menschen mit Stärken und Schwächen - nicht um Geschlechterstereotypen. Nicht um Macker. Nicht um "fucking Helden". Der Blick auf die Menschen mit ihren Decknamen: Queer und feministisch. Auseinandersetzungen und Worte die selten den Weg auf eine Kinoleinwand schaffen.

Ein politischer Spielfilm; Mit Augenzwinkern: subversiv.anarchistisch.
Mittwoch 24.10 19 Uhr Film "Deckname Jenny" deutsch (französische Untertitel)
Eintritt: Freier Preis
im Anschluss Diskussion mit Filmcrew und alten Militanten.
@ Espace Noir in St. Imier

Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Der Deckname „Jenny“ und dessen klare Zuordnung verschwimmt um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft.

Mit der Musik von Guts Pie Earshot // Nomi & Aino

Espace Noir

Mittwoch 24. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

Wer weiss um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die Kurd*innen führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990er Jahren? Hierzulande kennt man allenfalls die PKK und fragt sich vielleicht verwundert, warum immer noch Tausende mit den Farben und Symbolen dieser „Terrororganisation“ in Europa auf die Strassen gehen. Kerem und Michael zeigen, dass die Verfolgungsgeschichte der Kurd*innen in der Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch dort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und lässt daher eine Bevölkerung von 25 Millionen Menschen im Stich.

Wir sind für dieses Buch in den Nordirak und nach Rojava, wo die Kurden versuchen, etwas Neues aufzubauen, eine neue Form der Demokratie jenseits aller Staatlichkeit. Wir haben in Deutschland Journalistinnen und Wissenschaftler interviewt, Deutsche, Türken, Kurden, die gegen den Mainstream schwimmen. Und wir haben zwei Blickwinkel zusammengebracht: Kerem Schamberger, halb Deutscher, halb Türke, politischer Aktivist und Streiter für Gerechtigkeit, dem die kurdische Frage schon lange auf den Nägeln brennt, und Michael Meyen, als Ostdeutscher und als Kommunikationswissenschaftler bisher weit weg von dieser Frage, als gelernter Journalist aber in der Lage, Schambergers Wissen in eine lesbare Fassung zu gießen.

Organisiert von: Rojava Komitee Basel und Revolutionärer Aufbau Basel

Gewerkschaftshaus

Mittwoch 24. Oktober 2018 von 19:30 bis 22:00

Wer weiss um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die Kurd*innen führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990er Jahren? Hierzulande kennt man allenfalls die PKK und fragt sich vielleicht verwundert, warum immer noch Tausende mit den Farben und Symbolen dieser „Terrororganisation“ in Europa auf die Strassen gehen. Kerem und Michael zeigen, dass die Verfolgungsgeschichte der Kurd*innen in der Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch dort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und lässt daher eine Bevölkerung von 25 Millionen Menschen im Stich.

Wir sind für dieses Buch in den Nordirak und nach Rojava, wo die Kurden versuchen, etwas Neues aufzubauen, eine neue Form der Demokratie jenseits aller Staatlichkeit. Wir haben in Deutschland Journalistinnen und Wissenschaftler interviewt, Deutsche, Türken, Kurden, die gegen den Mainstream schwimmen. Und wir haben zwei Blickwinkel zusammengebracht: Kerem Schamberger, halb Deutscher, halb Türke, politischer Aktivist und Streiter für Gerechtigkeit, dem die kurdische Frage schon lange auf den Nägeln brennt, und Michael Meyen, als Ostdeutscher und als Kommunikationswissenschaftler bisher weit weg von dieser Frage, als gelernter Journalist aber in der Lage, Schambergers Wissen in eine lesbare Fassung zu gießen.

Organisiert von: Rojava Komitee Zürich mit Demkurd, Beritan Frauenrat, Gruppe antikapitalistische Praxis
(GAP), Frauen*LesbenKasama, RAF-ASZ, Revolutionärer Aufbau Zürich, Radio LoRa, Medico International, kritische Politik UZH (kriPo), Rote Hilfe Schweiz, Infoladen Kasama, BFS Jugend, meufz, PdA Zürich.

Rote Fabrik

Donnerstag 25. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

Wer weiss um den Krieg, den die Regierung in Ankara seit 2015 gegen die Kurd*innen führt? Wer erinnert sich an die Repressionen in den 1990er Jahren? Hierzulande kennt man allenfalls die PKK und fragt sich vielleicht verwundert, warum immer noch Tausende mit den Farben und Symbolen dieser „Terrororganisation“ in Europa auf die Strassen gehen. Kerem und Michael zeigen, dass die Verfolgungsgeschichte der Kurd*innen in der Gründungsgeschichte der Türkei wurzelt und dass der eigentliche Putsch dort schon 2015 stattfand – ein ziviler Putsch durch die AKP. Doch der Westen will sein Bündnis mit dem Erdogan-Regime nicht gefährden und lässt daher eine Bevölkerung von 25 Millionen Menschen im Stich.

Wir sind für dieses Buch in den Nordirak und nach Rojava, wo die Kurden versuchen, etwas Neues aufzubauen, eine neue Form der Demokratie jenseits aller Staatlichkeit. Wir haben in Deutschland Journalistinnen und Wissenschaftler interviewt, Deutsche, Türken, Kurden, die gegen den Mainstream schwimmen. Und wir haben zwei Blickwinkel zusammengebracht: Kerem Schamberger, halb Deutscher, halb Türke, politischer Aktivist und Streiter für Gerechtigkeit, dem die kurdische Frage schon lange auf den Nägeln brennt, und Michael Meyen, als Ostdeutscher und als Kommunikationswissenschaftler bisher weit weg von dieser Frage, als gelernter Journalist aber in der Lage, Schambergers Wissen in eine lesbare Fassung zu gießen.

Organisiert von: Perspektiven Bauen & Solidarität mit Afrin Plattform

Französische Kirche

Freitag 26. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

Wir demonstrieren vereint und laut gegen Grenzen!

Bahnhofplatz, Bellinzona (TI)

Samstag 27. Oktober 2018 von 14:00 bis 16:00

Nach der Sitzung vom 21. Oktober 2018 hat sich die solidarische Mitbeteiligung für die Demo gegen das Patriarchat konkretisiert. Es wird am Samstag, 27. Oktober etwa ab 22.30 Uhr vor der Reitschule eine vegane KüfA (Küche für Alle – Essen gegen Kollekte) für die Demoteilnehmer*innen und einen Infostand geben.

Falls Menschen eine Kinderbetreuung in Anspruch nehmen möchten, sollen sie dies bitte bis Donnerstagabend unter kri_mae@riseup.net anmelden. Die Kinderbetreuung ist für den ganzen Abend gewährleistet.

Menschen, die wie wir [1] solidarisch nicht an der Demo teilnehmen und hinter den Positionen der Demo stehen, sind herzlich eingeladen die solidarische Mitbeteilung zu unterstützen. Wir treffen uns am 27. Oktober um 14.00 Uhr vor dem grossen Tor der Reitschule. Menschen, die später kommen möchten, können sich unter kri_mae@riseup.net melden.

Reitschule Bern

Samstag 27. Oktober 2018 von 14:00 bis 23:59

Gemeinsam auf die Strasse gegen Patriarchat, Kapitalismus, Rassismus und Staat!!

Demo ohne cis-Männer* (cis: Menschen, die sich mit dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht identifizieren) -> Es soll ein Raum entstehen, wo Ideen, Meinungen und Emotionen, die immer wieder vom Patriarchat negiert werden, sichtbar gemacht werden. Das Nichteinbeziehen von Cis-Männern soll als temporäres Werkzeug betrachtet werden, um die herrschenden Machtverhältnisse ein Stück weit zu überwinden. Für interessierte Cis-Männer: Infos zur solidarischen Mitbeteiligung folgen.

Münsterplatz, Bern

Samstag 27. Oktober 2018 von 21:00 bis 23:00

Technologie und Derealisierung

Die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte der Techniken, von der Sprache über die Werkzeuge und Maschinen bis zum Compu­ter, der heute das Antlitz der Welt so radikal verändert hat. Die Wirt­schaft ist das Feld, worin sich die Techniken, von diesem oder jenem Kapital vorangetrieben, in ständigem Konflikt gegeneinander ent­wickeln, um den Fortbestand der Ausbeutung zu sichern. Die Techno­logie jedoch, wie wir sie hier zu verstehen versuchen wollen, ist ein gesamtheitlicher Prozess, der nunmehr über die Wirtschaft und somit den Konflikt unter den Techniken Überhand gewonnen hat. Weshalb unsere alten analytischen Mittel, auf die politischen und ökonomi­schen Verhältnisse zielend, heute zu wünschen übrig lassen, um diesen überwältigenden Wandel, der sich eingeleitet hat, zu verstehen.

Der Prozess der Technologie ist nicht als etwas zu verstehen, das von irgendeiner Elite dirigiert werden könnte, sondern er drängt den Dingen seinen eigenen Lauf auf. Er ist das verselbständigte Resultat des quantifizierenden Bestrebens, die Welt zu kontrollieren. Sein Ziel ist die Vereinheitlichung, und somit die Abflachung von all dem, was im Menschen aus der Konfrontation mit der Realität erwächst – kultu­relle Inhalte an erster Stelle. Und wenn es nicht möglich ist, dass alle die selben Gegenstände begehren und die selben Inhalte denken, so ist es möglich, dass die Bedeutung dieser Gegenstände und Inhalte in gleichem Masse an Realität verliert. Ein Schleier von derealisierter Bedeutung legt sich über die Realität, die nunmehr, überdrüssig der menschlichen Niederträchtigkeiten, die weiter ihren Lauf nehmen, je­der Bedeutung entleert wurde. Je mehr unsere Referenzen, womit wir täglich unsere Welt aufbauen, kognitive Reize, Informationen, Sche­men, an die Technologie delegiert werden, desto mehr finden wir uns von der Realität getrennt, derealisiert, und desto mehr auch ohne Mit­tel, uns dessen gewahr zu werden. Dabei geht es nicht nur um das Sys­tem von Geräten, das uns umgibt, die technischen Strukturen und Menschen, die es aufrecht erhalten, die Technologie ist vor allem auch in unsere Mentalität eingedrungen. Nur als Beispiel die zahlreichen parzellierten Denkmuster, die vor uns aufgestellt werden, um Formen des Protests zu rezyklieren, die nunmehr gänzlich symbolisch sind und jeden Bezug zur gesamtheitlichen Realität der Ausbeutung verlo­ren haben – und deren einziges Ziel es ist, uns davon abzuhalten, das, was uns angreift, in seiner realen Substanz zu erkennen und zu zerstören.

Für eine Vertiefung dieser Überlegungen empfehlen wir die Lektüre der Zeitschrift mit dem Namen Negazine, deren erste Ausgabe Anfangs 2017 von Anarchisten in Triest herausgegeben wurde. Sie ist in der Bibliothek Fermento sowohl auf Italienisch, Englisch und Deutsch erhältlich. Darin wird in diversen Artikeln die Hypothese der Derealisierung entwickelt. Zur Grundlage der Diskussion möchten wir im Mindesten die beiden Artikel „Technologie“ und „Technologische Kontrolle“ nehmen.

Anarchistische Bibliothek Fermento

Sonntag 28. Oktober 2018 von 17:00 bis 21:00

In einem Moment, in dem Medien und die Justiz versuchen, uns zu spalten, müssen wir stärker denn je zusammenhalten und unsere Solidarität auf vielfältige Art und Weise ausdrücken. Für uns spielt es keine Rolle, ob die Angeklagten schuldig sind oder nicht. Wehren wir uns gemeinsam, trotz unterschiedlicher Ausgangslagen! Zeigen wir uns solidarisch mit den Angeklagten vom 24. Juni 2016. Zeigen wir, dass unsere Solidarität stärker ist als staatliche Gesetze und Repression.
24. Oktober
Prozessbeginn
Strafgericht 7:30 Uhr

30. Oktober
Urteilsverkündung
Strafgericht 17:00 Uhr

Basel

Dienstag 30. Oktober 2018

Vortragsreihe:
Frühe anarchistische Zeitungen

An drei Abenden werden wir einige der ersten anarchistischen Zeitun­gen in deutscher Sprache vorstellen. Wir werden dabei versuchen, ein Verständnis, nicht nur der Inhalte der Zeitungen zu schaffen, sondern ebenso der Kontexte, in welchen diese Zeitungen produziert wurden, in welchen sie intervenierten und welche Vorschläge ihre Macher – nicht nur theoretisch – vertraten.

Dabei wird das Verhältnis von Theorie und Praxis ebenso zur Sprache kommen, wie die Komplikationen, Zeitungen zu drucken, während die Schergen des Staates einem an den Fersen sind oder man ins Exil gedrängt wurde. Die Tatsache, dass die Propaganda durch die Tat keineswegs eine marginale Sache, vielmehr ein grundlegen­der Vorschlag (nicht nur) der deutsch­sprachigen Sektion der Internationale war, wird ebenso Beachtung finden, wie die grundlegenden Fra­gen des Eigentums, der indi­viduellen Autonomie und der Revolution.

Donnerstag 18. Oktober, 20:00 Uhr

Die Arbeiter-Zeitung (Bern, 1876-1877)

Donnerstag 1. November, 20:00 Uhr

Der Rebell. Organ der Anarchisten deutscher Sprache (Klandestin, 1881-1886)

Donnerstag 15. November, 20:00 Uhr
Die Autonomie. Anarchistisch-communistisches Organ (London, 1886-1893)

Die verschiedenen Vorträge werden sich aufeinander be­ziehen, können aber auch einzeln besucht werden.

Anarchistische Bibliothek Fermento

Donnerstag 1. November 2018 von 20:00 bis 23:00

An diesem Abend wird Lou Marin das Buch „Im Kampf gegen die Ty­rannei. Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften: der zivile Widerstand in Syrien 2011-2013 und die „Republikanischen Brüder“ im Sudan 1983-1985“ vor­stellen, welches von ihm, Guillaume Gamblin und Pierre Sommer­meyer dieses Jahr im Verlag der Graswurzelrevolution herausgegeben wurde.

Klappentext: „Die Kriege im Mittleren Osten und in der afrikanischen Sa­helzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen zur Flucht. Viele Medien stellen als Handelnde nur die bewaffneten Mili­tärs und Mili­zen dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgeliefer­te Bevölkerung ge­genübersteht. Dieses Bild lässt zunehmend in Ver­gessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen 2011 Militär­diktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.“

Anarchistische Bibliothek Fermento

Sonntag 4. November 2018 von 18:00 bis 22:00

Wir sprechen über Beschleunigung, Entfremdung und Zeit in unserer Gesellschaft. Am 5. November um 19:15 an der Güterstrasse 8 im 2. Stock.

Güterstrasse, Bern

Montag 5. November 2018 von 19:00 bis 21:00

zu Gast: Joel Heredia Cuevas, Arzt in Chiapas, Mexiko

24 Jahre nach dem zapatistischen Aufstand in Chiapas bestehen Gemeinden, die sich nach indigenem Recht und Kultur autonom organisieren. Über all die Jahre trotzten sie der staatlichen Gewalt und den Spaltungsversuchen, der Armut und Migration. Die zapatistische Bewegung war Vorbild für weitere indigene Kämpfe in ganz Lateinamerika. Mal lauter, mal leiser, verteidigte sie das Recht auf ihr Land als ihren Lebensraum. Wo steht das zapatistische Projekt von Autonomie heute, im aktuellen mexikanischen Kontext?
Seit dem Aufbau der unabhängigen Regierungen ist die Gesundheit einer der Hauptpfeiler der zapatistischen Autonomie. Joel Heredia Cuevas berichtet über die Bedeutung, welche der Gesundheitsbereich für die Menschen und das Projekt hat. Die Zusammenarbeit der traditionellen ÄrztInnen und Hebammen mit SchulmedizinerInnen birgt grosse Chancen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der indigenen Menschen.
Joel Heredia Cuevas, Arzt, arbeitet schon seit über 30 Jahren im ländlichen Chiapas. Die von ihm mitgegründete Organisation SADEC arbeitet seit Beginn weg mit den autonomen zapatistischen Regierungen zusammen. Gemeinsam mit GesundheitspromotorInnen und traditionellen Hebammen, garantieren sie die medizinische Basisversorgung verschiedener Gemeinden. SADEC ist eine Partnerorganisation von medico international schweiz und der Direkten Solidarität mit Chiapas.

RAF-ASZ im Kochareal

Donnerstag 8. November 2018 von 19:00 bis 22:00

Am 9. November 2018 jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938. Über Tausend Synagogen und viele jüdische Einrichtungen wurden vom Mob, angeleitet durch die NSDAP, zerstört und hunderte Jüd*innen getötet. In den folgenden Tagen verschleppten die Nazis 30‘000 jüdische Menschen in Konzentrationslager. Dies war der Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung von sechs Millionen Jüd*innen. Ebenfalls Ziel der organisierten Vernichtung waren millionen Angehörige von Bevölkerungsgruppen, die auch nicht in das nationalsozialistische Menschenbild passten.

Dafür treffen wir uns am Freitag, 9. November 2018 um 19:30 Uhr beim Bahnhofsplatz in Bern. Um 20:00 Uhr werden wir unseren Protest lautstark, bunt und inhaltsbezogen auf die Strasse tragen. Nehmt Familie und Freund*innen mit, lasst Böller und Pyros zu Hause. Tipp für trotzdem Licht: Vergiss deine Taschenlampe nicht!

Bahnhofplatz Bern

Freitag 9. November 2018 von 19:30 bis 22:00

"Ein Dank an Bevölkerung, Behörden und Soldaten" – das ist Christoph Blochers Position zum Landesstreik von 1918 und dient als Titel seiner Veranstaltung am 13. November 2018 im Stadthofsaal in Uster. Seine Intervention zum Landestreik zeigt die Politik der SVP unter dem Brennglas: Hetze gegen Arbeiter*innen im Interesse der Reichen.
In einer Zeit, in der Rechte und Rechtsextreme Parteien auf dem Vormarsch sind, ist es wichtig, deren arbeiter*innenfeindliche Politik zu entlarven und sie zu bekämpfen. Dass die SVP, und die Rechte überhaupt, Politik für die Besitzenden betreibt, zeigt Blocher mit seinem Dank ans Militär sehr deutlich. Die über 250’000 Streikenden mit linken Forderungen wurden vom Militär mit Gewalt unterdrückt. In Grenchen wurden am 14. Novembver 1918 drei Arbeiter von Soldaten erschossen, in Zürich wurde der Handgranatenbefehl erlassen und ebenso auf Demonstrierende gefeuert. Diese Gewalt ist ein Beispiel dafür, was Staat und Kapital bereit sind, zu tun, wenn sich Arbeiter*innen zusammenschliessen um für ihre Interessen zu kämpfen. Blocher zieht nun über die Bewegung her, welche für die AHV, die 48-Stunden-Woche und das Frauenstimmerecht auf die Strasse ging – wir erinnern uns an die Repression die ihnen dafür entgegenschlug. Wer die Geschichte des Landesstreiks für rechte Propaganda missbraucht, hat mit Widerstand zu rechnen! Gehen wir am 13. November in Uster gemeinsam auf die Strasse! Gegen Rechte Hetze und für eine solidarische, klassenlose Gesellschaft!

Bahnhof Uster

Dienstag 13. November 2018 von 19:00 bis 21:30

Vortragsreihe:
Frühe anarchistische Zeitungen

An drei Abenden werden wir einige der ersten anarchistischen Zeitun­gen in deutscher Sprache vorstellen. Wir werden dabei versuchen, ein Verständnis, nicht nur der Inhalte der Zeitungen zu schaffen, sondern ebenso der Kontexte, in welchen diese Zeitungen produziert wurden, in welchen sie intervenierten und welche Vorschläge ihre Macher – nicht nur theoretisch – vertraten.

Dabei wird das Verhältnis von Theorie und Praxis ebenso zur Sprache kommen, wie die Komplikationen, Zeitungen zu drucken, während die Schergen des Staates einem an den Fersen sind oder man ins Exil gedrängt wurde. Die Tatsache, dass die Propaganda durch die Tat keineswegs eine marginale Sache, vielmehr ein grundlegen­der Vorschlag (nicht nur) der deutsch­sprachigen Sektion der Internationale war, wird ebenso Beachtung finden, wie die grundlegenden Fra­gen des Eigentums, der indi­viduellen Autonomie und der Revolution.

Donnerstag 18. Oktober, 20:00 Uhr

Die Arbeiter-Zeitung (Bern, 1876-1877)

Donnerstag 1. November, 20:00 Uhr

Der Rebell. Organ der Anarchisten deutscher Sprache (Klandestin, 1881-1886)

Donnerstag 15. November, 20:00 Uhr
Die Autonomie. Anarchistisch-communistisches Organ (London, 1886-1893)

Die verschiedenen Vorträge werden sich aufeinander be­ziehen, können aber auch einzeln besucht werden.

Anarchistische Bibliothek Fermento

Donnerstag 15. November 2018 von 20:00 bis 23:00

Parole chiare / Klare Worte

„In den Vereinigten Staaten, zwischen 1914 und 1920, entfesselte sich die grösste bewaffnete revolutionäre Offensive des 20. Jahrhunderts gegen die Regierungs-, Justiz-, Religions-, Industrie- und Finanzein­richtungen des grössten kapitalistischen Landes des Planeten, bewirkt von einer Handvoll italienischer Anarchisten, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts dahin immigrierten. Und eben aus ihren Reihen ka­men Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, berühmt geworden wegen ihrer Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl im Jahr 1927, als Ab­schluss eines Justizfalles, der überall auf der Welt Furore gemacht hat. Weshalb sind diese Ereignisse so lange unbekannt geblieben und erst seit Kurzem wieder aufgedeckt worden?

Weil, „wenn die Anarchisten die Geschichte nicht machen, machen sie ihre Feinde.“ So sind die direkten Aktionen dieser subversiven Mi­granten, ein sehr schlechtes Exempel für die Nachwelt bildend, in die Hände jener gefallen, die alles Interesse daran hatten, sie beizulegen, zu verbergen und zu verleumden. Gegen den politischen Realismus, griffen sie trotz ihrer geringen Zahl jede Autorität an. Gegen die hoff­nungslose Ohnmacht, fanden sie sich nicht mit dem Mangel an Mit­teln ab, sondern strengten sie sich an, ihn zu überwinden. Gegen den illusorischen Idealismus, zögerten sie nicht, Blut zu vergiessen. Gegen die strategi­schen Kompromisse, verkauften sie nicht ihre Träume. Gegen jeden Gemeinplatz, stellten sie die Freiheit des Individuums nicht der Notwen­digkeit des Zusammenschlusses entgegen. Hier ver­schmelzen die Liebe

für die Freiheit und der Hass auf die Macht in ei­ner wahren Lebens­ethik, auf dass jene Korrepsondenz von Traum und Realität, von Liebe und Revolte, von Küssen und Dynamit stattfindet, welche den „guten Krieg“ jener italienischen Anarchisten charakterisierte.

Dieses Buch versucht, die Ereignisse zurückzuverfolgen durch ihre klaren Worte, um der glühendsten Vergangenheit die institutionelle Uniform abzureissen, welche die historiographische Akademie ihr aufgenäht hat, um endlich eine Geschichte ins Leben zu rufen, die we­der Autorität noch Gehorsam kennt.“

Nach einer kurzen Präsentation des hier beschriebenen Buches Parole chiare. La ‘buona guerra’ degli anarchici italiani immigrati negli Stati Uniti (1914-1920), [edizioni Gratis] wollen wir, ausgehend vom Inhalt des Buches, über gegenwärtige Problematiken in der anarchistischen Bewegung disku­tieren. Das Buch ist auf Italienisch und auf Französisch im Fermento erhältlich.

Anarchistische Bibliothek Fermento

Samstag 17. November 2018 von 16:00 bis 20:00

Die neuste, fünfte Ausgabe des Rhizom. Anarchistische Flugschrift zur Unterstützung des Kampfes gegen Gentechnik und die Welt die sie benötigt, erschien im September 2018 und ist ab sofort u.a. im Fer­mento erhältlich. Die Texte der aktuellen Rhizom Ausgabe, „behan­deln insbesondere Klassenfragen inspiriert durch einen Brief den die Zeitschrift erhalten hat.“ So wird im Editorial die Frage aufgeworfen: „Gegen wen kämpfen wir?“ und weiter „wie steht es um all die Ak­teur*innen, die sich nicht klar zuordnen lassen, und um diejenigen, die von der strukturellen Herrschaft profitieren? Und wenn mensch sich die Frage stellt, mit wem wir kämpfen wird diese Problematik umso brisanter.“ Dabei wird festgestellt, dass sich in einem Kampf gegen die Gentechnik, oder spezifischer gegen Monsanto, ein Bruch heraus kristallisiert rund um die direkten Aktionen die nicht politisch verwertet werden können.

„Wir werden uns weiterhin die Frage stellen mit wem wir den Umsturz dieser Welt angehen können. Aber es ist klar, dass es niemals ein be­stimmtes „revolutionäres Subjekt“ geben wird. Der Kampf gegen die Gentechnik muss nicht unbedingt nur von Menschen getragen werden, die in der Landwirtschaft arbeiten. Denn diese Technologien gehören zu einem weit grösseren Gebilde, das unsere Autonomie unterminiert und alle Aspekte unseres Leben betrifft. Überall wo Durst nach Frei­heit besteht, finden wir auch Kompliz*innen.“

Ausgehend von diesen Fragen und Anregungen wollen wir an diesem Abend gemeinsam diskutieren.

Anarchistische Bibliothek Fermento

Freitag 23. November 2018 von 20:00 bis 23:00