Infoportal aus der Deutschschweiz

Agenda

22. August : Antirep - Input
5. September: Stummfilm Cyankali
12. September: Workshop zu Workshops
19. September: Songwriting Workshop
26. September: Workshop zu Geschichten erzählen und Comic zeichnen

Infoladen Reitschule Bern

Mittwoch 26. September 2018 von 19:00 bis 22:00

Filmvorführungen IM INNEREN KREIS

26.09.2018 Kino im Rossstall, Unterlachenstrasse 33, Luzern

19:00 Soli-Essen
20:00 Film

Rossstall, Luzern

Mittwoch 26. September 2018 von 19:00 bis 23:00

Eine von vielen Möglichkeiten Solidarität mit den Gefangenen auszudrücken ist das Schreiben von Briefen. Worte, Gedanken und Geschichten an die Gefangenen zu schicken, kann für kurze Momente die grauen Mauern, die Gitterstäbe und den geregelten Alltag verschwinden lassen und ein Gefühl des nicht alleine sein vermitteln. Jeden Donnerstag von 14 Uhr bis 18 Uhr könnt ihr beim A4 unplugged im Kochareal vorbei kommen und Briefe, Zeichnungen, Geschichten usw. an Gefangene schicken. Es hat eine Liste von Gefangenen weltweit und ein Text über das Briefe schreiben an Gefangene, der dir Ratschläge für das Schreiben gibt. Kommt vorbei, bringt weitere Adressen von Gefangenen denen ihr schreiben wollt und durchbrechen wir gemeinsam die Mauern der Isolation!

Vergessen wir die Gefangenen nicht!
Für die Zerstörung aller Gefängnisse!
Fein Leben ohne Herrschaft!

Kochareal ZH

Donnerstag 27. September 2018 von 14:00 bis 18:00

Donnerstag, 27. September 2018 um 19:00 Uhr im Cigno Nero Soletta
Gibt es Genderwonderland? Diese Frage lässt sich nicht vom Sofa aus beantworten, und so begibt sich Filmemacherin Michelle «Jazzie» Biolley buchstäblich auf die Reise. Die Suche nach Menschen, die Geschlecht jenseits von gängigen Kategorien leben und nach Orten, an denen das möglich ist, führt sie und uns auf vier verschiedene Kontinente.

So verschieden wie die porträtierten Personen sind die Orte: Von gelebter Genderutopie im französischen Folleterre bis hin zu beklemmendem Schweigen im Oman. Michelle Biolleys Gesprächspartner*innen berichten von der aufregenden Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten, Geschlecht in vielen Facetten zu erkunden, aber auch von der Anstrengung, in eine Welt nicht hineinzupassen, in der klischee-beladene Vorstellungen von «Frau» und «Mann» immer noch die Regel sind und weitere Geschlechter kaum Platz haben.

Vor-Film Getränk ab 18:00 Uhr / Film beginnt um 19:00 Uhr

Cigno Nero Solothurn

Donnerstag 27. September 2018 von 19:00 bis 22:30

Erfahrungsaustausch: Persönliche Erfahrungen und kollektive Ansätze

Mattenstrasse 74/76 Basel

Freitag 28. September 2018 von 19:00 bis 22:00

Workshop im Rahmen des Aktionsmonates gegen christlichen Fundamentalismus und für ein selbstbestimmtes Leben.

Sääli der Brasserie Lorraine, Bern

Freitag 28. September 2018 von 19:00 bis 22:30

Film im Rahmen des Aktionsmonates gegen christlichen Fundamentalismus und für ein selbstbestimmtes Leben.

noch unklar

Samstag 29. September 2018

Radiosendung im Rahmen des Aktionsmonats gegen christlichen Fundamentalismus und für ein selbstbestimmtes Leben.
Am 2. September zum Thema "Abtreibung"
Am 30. September zum Thema "Sexarbeit"

RaBe, 95,6 mHz

Sonntag 30. September 2018 von 14:00 bis 15:00

Die Mieter*innen eines alten Hauses in Bogota wehren sich gegen ihren Rauswurf.

Koch, Zürich

Sonntag 30. September 2018 von 20:30 bis 23:00

Eine Zeichnung, ein Gedicht, ein Zeitschriftenartikel… ein kleines Zeichen der Solidarität bedeutet den Gefangenen unglaublich viel.

Wir sorgen für Papier, Schreibzeug und Briefmarken, stellen euch zusätzlich aktuelle Gefangenen-Listen (international) zur Verfügung und stehen euch beim Schreiben unterstützend zur Seite. Gerne kannst du auch deine eigenen Adressen von Gefangenen mitbringen.

Am Montag, den 1. Oktober 2018, ab 19 Uhr im Restaurant Hirscheneck, Lindenberg 23, Basel.

Gleichzeitig findet der wunderbare Antirep-Montag statt - es gibt ein ausgezeichnetes, liebevoll zubereitetes Abendessen zu einem unschlagbaren Soli-Preis.
Alle Einnahmen zugunsten der Antirep-Kasse. Homepage von Antirep Basel.

Gemeinsam durchbrechen wir die Mauern!


Du würdest gern zum ersten Mal in deinem Leben einen Brief an Gefangene schreiben, kannst aber nicht an unseren Abend kommen? Kein Problem, hier findest du eine Anleitung sowie Homepages mit Adresslisten:

https://blackpigeons.noblogs.org/how-to-write-a-letter/

Restaurant Hirscheneck

Montag 1. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

Der antirassistische Fussballcup ist zurück in Aarau! Dieses Jahr gibt es keinen klassischen Antira-Cup, denn den Mangel an Freiräumen bekommt auch der Antira-Cup Aarau zu spüren! Weil es in der Stadt Aarau, nicht nur dieses Jahr, an Fussballplätzen und Freiräumen mangelt, schaffen wir mit dem Antira-Cup-Sanierungsfest ein nicht-kommerzielles Fest für Alle*. Als Zeichen des Widerstands gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierungen jeglicher Form im Fussball und überall, sowie als Forderung für mehr Freiräume für Alle*. Dazu gibt es folgendes Programm:

14.00 – 17.00 Uhr
Anpfiff fussballspezifischer Stadtpostenrundlauf, mit kleinem Fussballfinale um 17.00 Uhr (Teams per Mail anmelden)

18.00 Uhr veganes Essen
19.00 Uhr Vortrag Sören Kohlhuber
20.00 Uhr Konzert Lila Lisi
21.30 Uhr Konzert Tan Pickney
23.00 Uhr Konzert ASM*
24.00 Uhr Dj*anes
05.00 Abpfiff, wenn die Tanzbeine müde sind..

Für den Stadtpostenrundlauf bitten wir euch, euer Team (4 - 7 Personen) anzumelden bei antira_aarau@immerda.ch mit Teamname, Anzahl Personen, ein Kontakt (Startgebühr pro Team CHF 20.-)

Getränke und Eintritt sind auch für das kleine Portemonnaie!* Eintritt für Party und Konzerte ab 20.00 Uhr (Regulär 7.- oder Soli 10.-). Auch die Antirepressions-Solidaritätscocktailbar ist vor Ort!

Mehr Infos auf antiracup.ch/aarau
FB-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/624067374655335/

Wenk, Aarau

von Samstag 6. Oktober 2018 ab 14:00 bis Sonntag 7. Oktober 2018 bis 05:00

Workshop mit Genoss*innen aus Brandenburg & Berlin

Wie reagieren bei rechten und homo/transphoben Angriffen?
- Lageeinschätzung
- Kollektive Entscheidungsfindung
- Vermittlung von Aktionskonsens
- Verschiedene Gewaltformen (Perspektiven auf Gewalt)
- Unsere Fähigkeiten und unsere Grenzen

Ort wird bekanntgeben

Sonntag 7. Oktober 2018 von 14:00 bis 18:00

Montag, 8.10.: Teil I: Workshop zum Umgang mit betroffenen Personen, 19h, Wasserstrasse 39, Basel
Montag, 15.10.: Teil II: Transformative Gerechtigkeit, 19h, Wasserstrasse 39, Basel
Ort sowie WC sind nicht rollstuhlgängig.

Am ersten Abend unserer Reihe (8. Oktober) werden wir erarbeiten, wie wir eine von Gewalt betroffene Person unterstützen können. Viel zu oft müssen sich Betroffene, die den Mut haben, von ihren Übergriffen zu erzählen, Antworten anhören wie "Das war doch nicht so gemeint!", "Jetzt tu doch nicht so?!", "Also, für mich war das kein Übergriff." Wie können wir besser reagieren?

Am zweiten Abend unserer Reihe (15. Oktober) werden wir gemeinsam den Ansatz von Transformativer Gerechtigkeit und Community Accountability diskutieren - insbesondere auch, wie solche Experimente in der Praxis aussehen.

Beide Veranstaltungen sind offen für alle Geschlechter.
Von Awareness Basel (awareness-basel@riseup.net)

TRANSFORMATIVE GERECHTIGKEIT UND KOLLEKTIVE VERANTWORTUNGSÜBERNAHME

Aus ihrer Theorie und Praxis ist in den letzten 20 Jahren eine Bewegung erwachsen, die Alternativen entwickelt hat, um mit sexualisierter und Partner*innen Gewalt umzugehen. Sie gruppiert sich um die Begriffe Community Accountability (übersetzt etwa: kollektive Verantwortungsübernahme) und Transformative Justice (auf Verhaltensänderung zielende Gerechtigkeit). INCITE!, ein Netzwerk radikaler Feminist_innen of Color, das eine Vorreiter­*innenrolle in dieser Bewegung innehat, beschreibt die vier Grundpfeiler so: a) kollektive Unter­stützung, Sicherheit und Selbstbestimmung für betroffene Personen; b) Verantwortung und Verhaltensänderung der gewaltausübenden Person; c) Entwicklung der Community hin zu Werten und Praktiken, die gegen Gewalt und Unterdrückung gerichtet sind; d) strukturelle, politische Veränderungen der Bedingungen, die Gewalt ermöglichen.

In unserer Gesellschaft werden sexualisierte Gewalt wie auch Rassismus oder Homophobie in erster Linie als ein individuel­les, affektives Problem (motiviert durch "Hass") und weniger als weitverbreitete gesell­schaftliche, institutionalisierte Phänomene wahrgenommen. Der transformative Ansatz erkennt Gewalt hingegen als systematisches Problem an. Gewalt wird oft von Personen verübt, die selbst Isolati­on, Gewalt oder persönliche Brüche erlebt haben (dies bietet eine Erklärung, aber keine Entschuldigung für Gewalt.) Aber der Ausschluss einer gewalttätigen Person ändert nichts an den systemischen Wurzeln von Gewalt. Soziale Beziehungen sind ein Teil der Lösung: Bezie­hungen, die eine kritische Auseinandersetzung fordern und fördern. Das Konzept der transformativen Gerechtigkeit hat hingegen ein neues Verständnis von Gerechtigkeit und Sicherheit. Die Verant­wortung für Gewalt wird nicht als individuelle, sondern als kollektive Aufgabe betrachtet. Daraus folgt, dass der gewaltausübenden Person Möglichkeiten zur Verhaltensänderung angeboten werden, anstatt sie, der Gefängnislogik folgend, als ein paar "faule Äpfel" zu bestrafen und auszustossen.

Gleichzeitig wird das Um­feld mobilisiert, um die von Gewalt betroffene Person zu unterstützen. Da sich sexualisierter Gewalt am häufigsten im bekannten Umfeld oder innerhalb der Familie ereignet, haben betroffene Personen über die Tat hinaus oft mit komplizierten Beziehungsgeflechten zu kämpfen, die nicht mithilfe eines Gerichtsverfahrens oder Kontaktverbots gelöst werden können. Oft fehlt für den Umgang mit dieser Gewalt das Wissen und Können in Communities, besonders bei den Leuten, die sehr nah an der gewaltausübenden Person sind. Eine eigene Auseinandersetzung mit Gewalt und mit der Idee, dass eine wichtige Person im eigenen Leben Gewalt ausüben kann, muss eigentlich vor einer Krisensituation passieren. Jedes Konzept von Gerechtigkeit kann wiederum auch gegen von Ge­walt betroffene Menschen genutzt werden - es geht daher um eine ständige Auseinander­setzung mit der gelebten Praxis. Es müssen zuerst verantwortungsbewusste Communities gebildet werden. Von welcher Verantwortung sprechen wir also, und wie kann diese erfolgreich übernommen werden? Die Initiative Creative Interventions definiert dies so: Gewalt beenden; Gewalt und ihre Konsequenzen ohne Wenn und Aber anerkennen; Entschädigung für die betroffene Person; das Verändern von schädigenden Einstellungen und Verhaltensweisen, so dass Gewalt nicht wiederholt wird; und auch die Entwicklung der Community. Wenn wir daran arbeiten, ehrliche und stabile Beziehungen und einen Sinn für die Community mit gemeinsamen Werten und Visionen zu schaffen, sind wir für den Umgang mit Gewalt besser gerüstet - und müssen uns bei erlebter Gewalt nicht mehr auf den Staat verlas­sen.

Während professionelle Beratungsstellen oft lediglich individuelle Lösungen anbieten, haben Communities weiter den Vorteil, kollektive und alltägliche Unterstützung organisieren zu können. So bleibt keine betroffene Person allein, und es wird deutlich, dass Gewalt alle betrifft, wenn auch auf verschiedene Weise. Es kommt vor allem darauf an, die von Gewalt Betroffenen zu ermächtigen und nicht so sehr, sie zu beschützen. Transforma­tive-Justice-Ansätze helfen Betroffenen, sich gemeinsam mit Verbündeten die eigene Selbstbestimmung zurückzuerobern (statt als Machtlose Schutz von aussen zu suchen). Diesen Strategien liegt die Annahme zugrunde, dass Betroffene von Gewalttaten über umfangreiches Wissen und Fähigkeiten verfügen, die sie zu potenziellen Akteur*innen sowohl der eigenen als auch gesellschaftlicher Veränderung macht.

Ganz im Gegensatz dazu verkauft uns die Logik von Staat und Gefängnissen Sicherheit als Verwahrung der Gefahr (hinter Grenzen, Mauern und in Gefängnissen), oder sie isoliert die Gefährdeten (z.B. in Frau­enhäusern). In linken Kontexten wird häufig von "Schutzräumen" fantasiert, in denen niemals etwas Schlimmes geschieht. Aber wäre es nicht viel besser, die Verhältnisse anzugreifen, die für sexualisierte Gewalt und Übergriffe verantwortlich sind, anstatt zu versuchen, die gewaltausübende oder gar die betroffene Person innerhalb der Gesell­schaft zu isolieren? Diese Auffassung würde Sicherheit als eine Art Werkzeugkasten für Selbstbestimmung verstehen, nicht als geschlossenen Raum.

Mehr Informationen auf: awarenetz.ch

Gemeinschaftsraum, Erdgeschoss
Wasserstrasse 39, Basel

Wasserstrasse 39, Basel

Montag 8. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

Mo, 08.10.18: Lese- und Diskussionsrunde "Rätedemokratie"Retour ligne automatique
@ doku-zug, St. Oswaldsgasse 16, ZugRetour ligne automatique
Tür 20:00, Beginn 20:30

RÄTEDEMOKRATIE

Der Text "Rätedemokratie oder das Ende der Politik" beschäftigt sich mit der Rätedemokratie, auch bekannt als Rätekommunismus. Sie ist eine Idee davon, wie eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus aussehen könnte, denn eines ist längst klar, die liberale Demokratie als „das am wenigsten schlechte aller Regierungsformen“ hat längst ausgedient und erfährt gerade grosse Delegitimation. Auch der Kapitalismus führt uns auf geradem Weg in den Abgrund. Der Rätegedanke ist nicht einfach eine Form von Basisdemokratie, sondern der Versuch Ökonomie und Politik, alltägliche Reproduktionsarbeit und gesellschaftliche Entscheidung, Privates und Öffentliches zu vereinen und die Gesellschaft „von unten nach oben“ neu zu organisieren.

In diesem Text versucht Alex Demirovic nun diesen Gedanken näher zu Umreissen und Einzugrenzen indem er auf Marx Überlegungen zum Staat zurückgreift (das schwierigste Kapitel), auf Rätekommunistische Theoretiker zu sprechen kommt und die Organisationsfrage behandelt. „Rätedemokratische Versuche“ hat es in der Geschichte immer wieder gegeben, doch nie hatten sie die Möglichkeit, ihr Potential auch zu beweisen. All diese Versuche wurden frühzeitig gewaltsam beendet, unterdrückt und vereinnahmt. Doch wären sie auch so gescheitert? Dieser Text will eine rettende Kritik sein, nichtsdestoweniger Kritik!

Die Texte nehmen wir wie immer mit und lesen dann gemeinsam, ihr braucht also nichts vorher machen oder mitbringen.

Zug

Montag 8. Oktober 2018 von 20:00 bis 23:00

Für die Fleischproduktion werden im Sekundentakt massenhaft Tiere getötet, Lohnarbeitende in miesen Arbeitsverhältnissen ausgebeutet und die Natur nachhaltig zerstört. Davon profitieren hauptsächlich die Eigentümer der Schlachthäuser und Fleischbetriebe. Jahr für Jahr erwirtschaftet die Schweizer Fleischindustrie Umsätze von rund 10 Milliarden Franken. Das ist der Lauf der Dinge im Kapitalismus, wo Produktionsmittel das Privateigentum einer kleinen Minderheit sind und ihrer persönlichen Bereicherung dienen.

Es ist an der Zeit, dem Schlachten ein Ende zu setzen! Wir fordern deshalb die Enteignung der Fleischindustrie, ihre Überführung in eine vegane Lebensmittelproduktion unter gesellschaftlicher Kontrolle sowie die Entwicklung und Gewährleistung von Umschulungsprogrammen und alternativen Arbeitsplätzen für die betroffenen Lohnabhängigen. Wir fordern ausserdem einen sofortigen Stopp aller Subventionen, welche die Fleischindustrie vom bürgerlichen Staat jährlich erhält.

Am Samstag 13. Oktober 2018 tragen wir den Protest gegen die Fleischwirtschaft auf die Strasse: Mit einer Demo werden wir vom Schlachthof Zürich bis vor den Sitz des Schweizer Fleisch-Fachverbands, einer zentralen Interessensorganisation der Verantwortlichen und Profiteure des Schlachtens, ziehen. Schliess dich dem Protest an!

Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur!

Schlachthof Zürich, Eingang Herdernstrasse

Samstag 13. Oktober 2018 von 13:30 bis 16:30

Für ein solidarisches und soziales Miteinander - gegen Ausgrenzung und Rassismus!
Für das Recht auf Schutz und Asyl – gegen die Abschottung Europas!
Für eine freie und vielfältige Gesellschaft - Solidarität kennt keine Grenzen!

Basel, Claraplatz

Samstag 13. Oktober 2018 von 14:00 bis 18:00

III Vollversammlung

Sonntag, 14. Oktober 2018, 14.00-18.00, Ort wird bekanntgeben

Analyse und Umsetzung des Workshops vom 7.10. in unserer Stadt; erfolgte Teilnahme an den beiden anderen Events erwünscht (16.9. und 7.10.)

Ort wird bekanntgeben

Sonntag 14. Oktober 2018 von 14:00 bis 18:00

Montag, 8.10.: Teil I: Workshop zum Umgang mit betroffenen Personen, 19h, Wasserstrasse 39, Basel
Montag, 15.10.: Teil II: Transformative Gerechtigkeit, 19h, Wasserstrasse 39, Basel
Ort sowie WC sind nicht rollstuhlgängig.

Am ersten Abend unserer Reihe (8. Oktober) werden wir erarbeiten, wie wir eine von Gewalt betroffene Person unterstützen können. Viel zu oft müssen sich Betroffene, die den Mut haben, von ihren Übergriffen zu erzählen, Antworten anhören wie "Das war doch nicht so gemeint!", "Jetzt tu doch nicht so?!", "Also, für mich war das kein Übergriff." Wie können wir besser reagieren?

Am zweiten Abend unserer Reihe (15. Oktober) werden wir gemeinsam den Ansatz von Transformativer Gerechtigkeit und Community Accountability diskutieren - insbesondere auch, wie solche Experimente in der Praxis aussehen.

Beide Veranstaltungen sind offen für alle Geschlechter.
Von Awareness Basel (awareness-basel@riseup.net)

TRANSFORMATIVE GERECHTIGKEIT UND KOLLEKTIVE VERANTWORTUNGSÜBERNAHME

Aus ihrer Theorie und Praxis ist in den letzten 20 Jahren eine Bewegung erwachsen, die Alternativen entwickelt hat, um mit sexualisierter und Partner*innen Gewalt umzugehen. Sie gruppiert sich um die Begriffe Community Accountability (übersetzt etwa: kollektive Verantwortungsübernahme) und Transformative Justice (auf Verhaltensänderung zielende Gerechtigkeit). INCITE!, ein Netzwerk radikaler Feminist_innen of Color, das eine Vorreiter­*innenrolle in dieser Bewegung innehat, beschreibt die vier Grundpfeiler so: a) kollektive Unter­stützung, Sicherheit und Selbstbestimmung für betroffene Personen; b) Verantwortung und Verhaltensänderung der gewaltausübenden Person; c) Entwicklung der Community hin zu Werten und Praktiken, die gegen Gewalt und Unterdrückung gerichtet sind; d) strukturelle, politische Veränderungen der Bedingungen, die Gewalt ermöglichen.

In unserer Gesellschaft werden sexualisierte Gewalt wie auch Rassismus oder Homophobie in erster Linie als ein individuel­les, affektives Problem (motiviert durch "Hass") und weniger als weitverbreitete gesell­schaftliche, institutionalisierte Phänomene wahrgenommen. Der transformative Ansatz erkennt Gewalt hingegen als systematisches Problem an. Gewalt wird oft von Personen verübt, die selbst Isolati­on, Gewalt oder persönliche Brüche erlebt haben (dies bietet eine Erklärung, aber keine Entschuldigung für Gewalt.) Aber der Ausschluss einer gewalttätigen Person ändert nichts an den systemischen Wurzeln von Gewalt. Soziale Beziehungen sind ein Teil der Lösung: Bezie­hungen, die eine kritische Auseinandersetzung fordern und fördern. Das Konzept der transformativen Gerechtigkeit hat hingegen ein neues Verständnis von Gerechtigkeit und Sicherheit. Die Verant­wortung für Gewalt wird nicht als individuelle, sondern als kollektive Aufgabe betrachtet. Daraus folgt, dass der gewaltausübenden Person Möglichkeiten zur Verhaltensänderung angeboten werden, anstatt sie, der Gefängnislogik folgend, als ein paar "faule Äpfel" zu bestrafen und auszustossen.

Gleichzeitig wird das Um­feld mobilisiert, um die von Gewalt betroffene Person zu unterstützen. Da sich sexualisierter Gewalt am häufigsten im bekannten Umfeld oder innerhalb der Familie ereignet, haben betroffene Personen über die Tat hinaus oft mit komplizierten Beziehungsgeflechten zu kämpfen, die nicht mithilfe eines Gerichtsverfahrens oder Kontaktverbots gelöst werden können. Oft fehlt für den Umgang mit dieser Gewalt das Wissen und Können in Communities, besonders bei den Leuten, die sehr nah an der gewaltausübenden Person sind. Eine eigene Auseinandersetzung mit Gewalt und mit der Idee, dass eine wichtige Person im eigenen Leben Gewalt ausüben kann, muss eigentlich vor einer Krisensituation passieren. Jedes Konzept von Gerechtigkeit kann wiederum auch gegen von Ge­walt betroffene Menschen genutzt werden - es geht daher um eine ständige Auseinander­setzung mit der gelebten Praxis. Es müssen zuerst verantwortungsbewusste Communities gebildet werden. Von welcher Verantwortung sprechen wir also, und wie kann diese erfolgreich übernommen werden? Die Initiative Creative Interventions definiert dies so: Gewalt beenden; Gewalt und ihre Konsequenzen ohne Wenn und Aber anerkennen; Entschädigung für die betroffene Person; das Verändern von schädigenden Einstellungen und Verhaltensweisen, so dass Gewalt nicht wiederholt wird; und auch die Entwicklung der Community. Wenn wir daran arbeiten, ehrliche und stabile Beziehungen und einen Sinn für die Community mit gemeinsamen Werten und Visionen zu schaffen, sind wir für den Umgang mit Gewalt besser gerüstet - und müssen uns bei erlebter Gewalt nicht mehr auf den Staat verlas­sen.

Während professionelle Beratungsstellen oft lediglich individuelle Lösungen anbieten, haben Communities weiter den Vorteil, kollektive und alltägliche Unterstützung organisieren zu können. So bleibt keine betroffene Person allein, und es wird deutlich, dass Gewalt alle betrifft, wenn auch auf verschiedene Weise. Es kommt vor allem darauf an, die von Gewalt Betroffenen zu ermächtigen und nicht so sehr, sie zu beschützen. Transforma­tive-Justice-Ansätze helfen Betroffenen, sich gemeinsam mit Verbündeten die eigene Selbstbestimmung zurückzuerobern (statt als Machtlose Schutz von aussen zu suchen). Diesen Strategien liegt die Annahme zugrunde, dass Betroffene von Gewalttaten über umfangreiches Wissen und Fähigkeiten verfügen, die sie zu potenziellen Akteur*innen sowohl der eigenen als auch gesellschaftlicher Veränderung macht.

Ganz im Gegensatz dazu verkauft uns die Logik von Staat und Gefängnissen Sicherheit als Verwahrung der Gefahr (hinter Grenzen, Mauern und in Gefängnissen), oder sie isoliert die Gefährdeten (z.B. in Frau­enhäusern). In linken Kontexten wird häufig von "Schutzräumen" fantasiert, in denen niemals etwas Schlimmes geschieht. Aber wäre es nicht viel besser, die Verhältnisse anzugreifen, die für sexualisierte Gewalt und Übergriffe verantwortlich sind, anstatt zu versuchen, die gewaltausübende oder gar die betroffene Person innerhalb der Gesell­schaft zu isolieren? Diese Auffassung würde Sicherheit als eine Art Werkzeugkasten für Selbstbestimmung verstehen, nicht als geschlossenen Raum.

Mehr Informationen auf: awarenetz.ch

Gemeinschaftsraum, Erdgeschoss
Wasserstrasse 39, Basel

Wasserstrasse 39, Basel

Montag 15. Oktober 2018 von 19:00 bis 22:00

18:00 - Vokü

19:00 - Lesung & Diskussion zum Buch "support your sisters not your cisters"

21:00 - Konzert mit FaulenzA

Wasserstrasse 37/39, Basel

von Samstag 20. Oktober 2018 ab 18:00 bis Sonntag 21. Oktober 2018 bis 01:00

Mo, 22.10.18: Film "The Antifascists"
@ doku-zug, St. Oswaldsgasse 16, ZugRetour ligne automatique
Tür 20:00, Beginn 20:30

THE ANTIFASCISTS
Ein schwedisch-griechischer Dokumentarfilm über den Rechtsruck in Europa und über die Menschen, die sich den Nazis in den Weg stellen. Wer sind »die« Antifaschist*innen und was ist Antifaschismus? Diesen Fragen wird anhand bestimmter Ereignisse der letzten Jahre in Griechenland und Schweden nachgegangen. Der Film zeigt den Aufstieg der faschistischen Partei »Goldene Morgenröte« (»Chrysi Avgi«), die für zahlreiche Morde in Griechenland verantwortlich ist, er behandelt den Mordanschlag auf den linken Fußballfan Showan Shattak in Malmø und lässt den inhaftierten Antifaschisten Joel zu Wort kommen. »The Antifascists« beleuchtet die Motivation und die Arbeit antifaschistischer Gruppen und hält die Zuschauer*innen dazu an, gängige Vorstellungen vom »Antifaschismus« zu hinterfragen.

Zug

Montag 22. Oktober 2018 von 20:00 bis 23:00

Gemeinsam auf die Strasse gegen Patriarchat, Kapitalismus, Rassismus und Staat!!

Demo ohne cis-Männer* (cis: Menschen, die sich mit dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht identifizieren) -> Es soll ein Raum entstehen, wo Ideen, Meinungen und Emotionen, die immer wieder vom Patriarchat negiert werden, sichtbar gemacht werden. Das Nichteinbeziehen von Cis-Männern soll als temporäres Werkzeug betrachtet werden, um die herrschenden Machtverhältnisse ein Stück weit zu überwinden. Für interessierte Cis-Männer: Infos zur solidarischen Mitbeteiligung folgen.

Münsterplatz, Bern

Samstag 27. Oktober 2018 von 21:00 bis 23:00