Agenda

Was können wir von der kurdischen Frauenbewegung lernen?
Wie können wir uns selber autonom feministisch organisieren und somit zu einer relevanten gesellschaft­lichen Kraft werden?
Was bedeutet Selbstverteidigung auf allen Ebenen und wie organisieren wir sie sinnvoll?
Wie heben wir den Kampf für Geschlechterbefreiung auf eine wirksame Ebene?
Was bedeutet in diesem Sinne Internationalismus und der weltweite solidarische Kampf um Befreiung?
Und warum müssen wir den An­griff auf Afrîn aus diesem Bezug heraus als einen Angriff auf die Frauenbefreiung, als einen Angriff auf uns selbst bewerten und fühlen?

Hinter diesen Fragen verbergen sich sowohl die Hinter­gründe und Ziele der Kampagne als auch wichtige Diskussionspunkte, um gemeinsam zu kämpfen!

Wir freuen uns auf euch!

Frauen*Bibliothek Spit, Erlenstr. 44, Basel

Freitag 27. April 2018 von 19:00 bis 22:00

Input und Workshop zu autonomer feministischer Organisierung und Selbstverteidigung

Offen für alle Geschlechts- und Genderidentitäten

Infoladen Reitschule Bern

Sonnabend 28. April 2018 von 18:00 bis 20:00


Vortrag von Sören Kohlhuber:

"Zwischen Fahne und Bengalo – Neonazis und türkische Faschisten im deutschen Fußball"

Es lädt herzlich ein: das Offene Antifaschistische Treffen Basel (OAT Basel)

Rechte Hooligans sind ein einfach zu beschreibendes Phänomen. In Publikationen wird ihnen die jugendsubkulturelle Ultrabewegung als Counterpart entgegengestellt. Das Bild der unpolitisch bis linken Ultras, denen es zu verdanken ist, dass die neonazistischen Hools aus den Stadien verdrängt wurden. Aber auch in der Ultrabewegung gibt es braune Schafe.

Das politische Engagement der Neonazis beschränkt sich nicht nur auf die Fankurve. Gerade in dörflichen Vereinen sind rechte Aktivist*innen als Spielende, Betreuende, Trainer*innen und Sponsor*innen zu finden. Meist muss erst eine Intervention von außen erfolgen, damit die Zusammenarbeit mit den Neonazis beendet wird. Die Strategie der Rechten, durch ihr Engagement eine Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen, hat punktuell Erfolg. Da wird dem*r Neonazi, die*er sonst Jagd auf Nicht-deutsche, Linke usw. macht eine soziale Haltung unterstellt.

Zum Vortragenden:
Sören Kohlhuber beobachtet seit Jahren die rechten Fanszenen. Der Fokus liegt dabei vorwiegend auf Ostdeutschland. Im Vortrag werden die einzelnen Teilbereiche des Fußballs vorgestellt und exemplarisch rechte Aktivitäten aufgezeigt. Darüber hinaus gibt es einen Exkurs darüber, inwiefern sich türkisch-faschistische Strukturen aus dem Netzwerk der sog. „Grauen Wölfe“ im deutschen Fußball engagieren. Diese können wesentlich offener agieren, als ihre deutschen Gesinnungsgenossen. Dabei erhalten sie Unterstützung aus der Türkei durch MHP und Co., gleichzeitig aber auch durch deutsche Fußballverbände.

Zum OAT Basel

Das Offene Antifaschistische Treffen Basel (OAT)

In Zeiten, in denen Rassismus, Xenophobie und Ausgrenzung sowohl offen zu Tage treten als auch systemimmanent wirksam sind, empfinden wir es als notwendig, uns gegen solche Tendenzen zu organisieren. Wir tauschen Wissen über aktuelle Vorgänge und Widerstandsstrategien aus, organisieren Veranstaltungen und sind vernetzt mit anderen Gruppen, die ebenfalls aktiv und solidarisch gegen Rassismus und neofaschistische Tendenzen und für ein gutes Leben einstehen.

Wir treffen uns jeden letzten Montag im Monat.
Kontakt: oat-bs@riseup.net

FÜR DAS GUTE LEBEN – GEMEINSAM GEGEN FASCHISMUS

FOR THE GOOD LIFE – UNITED AGAINST FASCISM

Infoladen Magazin, Basel

Montag 30. April 2018 von 20:00 bis 22:00

Revolutionärer 1. Mai in Paris - https://www.lespaves.net/

Paris

Dienstag 1. Mai 2018

Überall ist Widerstand - Solidarität erkämpfen

HERAUS ZUM 1. MAI! - BIJÎ 1 GULAN! - YAŞASIN 1 MAYIS!

Besammlung PÜNKTLICH um 10 Uhr in der Steinberggasse. Dannach alle auf den Revolutionären Treff im Kanzleiareal in Zürich!

Antikapitalistisches Bündnis Winterthur

Winterthur

Dienstag 1. Mai 2018 von 10:00 bis 13:00

Keine Beschreibung verfügbar

Rosengarten, Bern

Dienstag 1. Mai 2018 von 15:45 bis 18:00

Keine Beschreibung verfügbar

Rathausplatz, Thun

Dienstag 1. Mai 2018 von 18:00 bis 19:00

Vortrag: „Zwischen Fahne und Bengalo – Neonazis und türkische Faschisten im deutschen Fußball“

Rechte Hooligans sind ein einfach zu beschreibendes Phänomen.
In Publikationen wird ihnen die jugendsubkulturelle Ultrabewegung als Counterpart entgegengestellt. Das Bild der unpolitisch bis linken Ultras, denen es zu verdanken ist, dass die neonazistischen Hools aus den Stadien verdrängt wurden. Aber auch in der Ultrabewegung gibt es braune Schafe. Das politische Engagement der Neonazis beschränkt sich nicht nur auf die Fankurve.
Gerade in dörflichen Vereinen sind rechte Aktivisten als Spieler, Betreuer, Trainer und Sponsoren zu finden. Meist muss erst eine Intervention von außen erfolgen, damit die Zusammenarbeit mit den Neonazis beendet wird. Die Strategie der Rechten, durch ihr Engagement eine Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen, hat punktuell Erfolg. Da wird dem Neonazi, der sonst Jagd auf Nicht-deutsche, Linke usw. macht eine soziale Haltung unterstellt.
Sören Kohlhuber beobachtet seit Jahren die rechten Fanszenen. Der Fokus liegt dabei vorwiegend auf Ostdeutschland. Im Vortrag werden die einzelnen Teilbereiche des Fußballs vorgestellt und exemplarisch rechte Aktivitäten aufgezeigt. Darüber hinaus gibt es einen Exkurs darüber, inwiefern sich türkisch-faschistische Strukturen aus dem Netzwerk der sog. „Grauen Wölfe“ im deutschen Fußball engagieren. Diese können wesentlich offener agieren, als ihre deutschen Gesinnungsgenossen. Dabei erhalten sie Unterstützung aus der Türkei durch MHP und Co., gleichzeitig aber auch durch deutsche Fußballverbände.
Der Vortrag versteht sich als ein Einstieg in die Thematik.

Restaurant Schwarzer Engel

Mittwoch 2. Mai 2018 von 19:30 bis 22:00

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A4 unplugged, Kochareal Zürich

Donnerstag 3. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00

Am Donnerstag, 3. Mai kocht die Redaktion des ajour magazins an der Kasama-Vokü. Ab 19.30 gibts Essen, danach zeigen wir den Film "13th".

Trailer des Films: https://www.youtube.com/watch?v=V66F3WU2CKk

Infoladen Kasama

Donnerstag 3. Mai 2018 von 19:30 bis 22:30

„… We need to take guns…“ entsteht im Sommer 2017, zusammen mit den vier das Internationale Freiheits-Bataillon (IFB) tragenden revolutionären Organisationen: BÖG, TKP ML/TİKKO, MLKP-Rojava und IRPGF.
Wir reisen von Qamischlo über Serêkaniyê nach Rakka ins Fronttabûr des IFB. Dort führen wir mit zahlreichen anarchistischen, antifaschistischen, kommunistischen und antiimperialistischen Internationalist*innen aus der ganzen Welt Diskussionen über Motivationen, revolutionären Internationalismus sowie Strategie und Taktik des in Rojava geführten Krieges und was wir daraus lernen.
Trailer auf http://www.revmob.ch/

Kino im Koch

Freitag 4. Mai 2018 von 20:00 bis 22:30

Informations- und Vernetzungstag rund um das Thema Ernährungssouveränität im berner Jura. Grundsätzlich geht es um die Frage inwiefern wir eine Nahrungsmittelproduktion kooperativ, solidarisch und ökologisch vertretbar gestalten können.

11.00h – 16.00h Pflanzen/Saatgutbörse
Das Ziel ist der Austausch von Pflanzen/Saatgut, von Wissen und dem Augenmerk auf Begegnungen. Bitte nur nicht-Hybride (F1) mitnehmen. Der Austausch ist kostenlos.

11.00h Das ZAD in NDDL: Versuch revolutionärer Landwirtschaft (fr)
Eine Gruppe aus der ZAD in Notre-Dame-de Landes kommt vorbei um über die aktuellen Entwicklungen und das landwirtschaftliche Projekt in der ZAD vorzustellen.

Mehr Infos unter: zad.nadir.org

12.30h Küfa
An den Tisch! Offen für alle, Espace Noir offeriert ein leckeres Essen aus der Region. Alles gegen freie Spende.
Anmeldung erwünscht: +41 32 941 35 35 , liberterre@espacenoir.ch oder direkt an der Bar des Espace Noir.

13.30h The 15th Garden (De/fr übersetzt)
The 15thGarden, das erste Ernährungssouveränitätsnetzwerk von Syrien und all ihren Menschen, in dem druch Austausch von Saatgut, Wissen und Vernetzung die Ernährungssouveränitä in der Revolution erkämpft und entgegen dem Krieg verteidigt wird.

Die Spenden des Tages kommen dem Projekt The 15thGarden zugute.

15.00h Workshop Saatgutgewinnung (Fr)
Ein Workshop zum mitmachen zur Samengewinnung. Freie Spende.

15.30h Tribunal Monsato präsentiert von Longo Mai (Fr)
Das Monsanto Tribunal ist eine internationale Bürgerinitiative, deren Ziel es ist, Monsanto für Menschenrechtsverletzungen und Ökozid zu belangen.

Weitere Infos unter: http://de.monsantotribunal.org/

17.00h "L’odyssée des graines" (Fr)
Entdecken Sie die tausendundeins Reisen der Samen und der Menschen durch Raum und Zeit!

Ein Theaterstück zu Saatgut und der Problematik der GMO’s...
Angeboten von Jardin qui Rêve, eine Kollaboration von Biosem und La Roulotte des Mots.

Mehr Infos unter: biosem.ch

Espace Noir

Sonnabend 5. Mai 2018 von 11:00 bis 18:00

Auslöser ist die Gefangenschaft eines Gefährten, der seit dem 23. März in U-Haft in Zürich sitzt. Er befindet sich derzeit in einem 23-Stunden-Einschluss-Regime und freut sich über Briefe! Seine Adresse wird am Briefeschreiben bereitliegen.

Eine Zeichnung, ein Gedicht, ein Zeitschriftenartikel… ein kleines Zeichen der Solidarität bedeutet den Gefangenen unglaublich viel. Wir sorgen für Papier, Schreibzeug und Briefmarken, stellen euch zusätzlich aktuelle Gefangenen-Listen (international) zur Verfügung und stehen euch beim Schreiben unterstützend zur Seite. Gerne kannst du auch deinen eigenen Adressen von Gefangenen mitbringen.

Dienstag, den 24. April 2018, ab 19 Uhr im OFF, Offenburgerstrasse 59, Basel
Montag, den 7. Mai 2018, ab 19 Uhr im Restaurant Hirscheneck, Lindenberg 23, Basel

Kein Friede den Feind*innen der Freiheit! Gemeinsam durchbrechen wir die Mauern!

Basel

Montag 7. Mai 2018 von 19:00 bis 23:00

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Café Toujour, Bern

Dienstag 8. Mai 2018 von 19:00 bis 21:00

Diskussions- und Chaostage in Berlin. Wir wollen revolutionäre und aufständische Perspektiven, Ziele und Strategien für einen weitergehenden Kampf diskutieren, probieren und intensivieren. Geplant ist eine Mischung aus Workshops, Diskussionen, Kultur und Aktionen an den Brennpunkten unserer Kämpfe. Je mehr davon, desto besser.

Aufgerufen sind aktive Gruppen und Individuen, Stadtteilinitiativen, Kämpfende anderer Regionen, Punks und Bürgerkinder, Gangster und Autonome … – all diejenigen, die in diesen Tagen und Nächten die Straßenund ihre Herzen mit Leben füllen, Widerstand organisieren und dezentral Chaos stiften wollen.

Mehr Infos findet ihr unter: gegenstadt.blackblogs.orgde/en/fr

Berlin

von Donnerstag 10. Mai 2018 bis Sonntag 13. Mai 2018

Einladung zu den Diskussions- und Chaostagen in Berlin

Die Rigaer Straße – spätestens seit den Hausbesetzungen von 1990 ist der Friedrichshainer Nordkiez von einem ständigen Verteidigungskampf gegen Staatskontrolle und Gentrifizierung geprägt. Dabei befindet sich der Kiez in einem Spannungsfeld zwischen linksliberaler Ordnungshörigkeit, Subkultur und ernsthafter Auseinandersetzung.

Rückblick

Im Zuge der Langen Woche der Rigaer Straße 2015 und der darauf folgenden Erklärung unseres Kiezes zu einem Gefahrengebiet, propagierten wir einen selbstorganisierten und solidarischen Kiez.

Wir machten Propaganda gegen Bullen in den Straßen, gegen arrogante Eigentumsgemeinschaften mit ihren Luxusbauten, gegen Staatspolitik. Im Frühjahr 2016 erstarkte der Konflikt mit der CG-Gruppe und Nachbar*innen organisierten und wehrten sich gegen die Gentrifizierung im Kiez. Kiezversammlungen und der Austausch über Szenegrenzen hinweg in Auseinandersetzung mit dem erlebten Polizeistaat schufen gemeinsam mit der Kontinuität von militantem Ausdruck die Basis für die erfolgreichen Kämpfe um die Rigaer 94 im Sommer 2016. Danach wurde es vermeintlich ruhiger um die Straße. Nach wütenden Krawallen im Juni 2017 wurde der Dorfplatz, eines der Herzstücke des Mythos Rigaer Straße, jedoch erneut zum Schauplatz staatlicher Kontrolle und dem Versuch, alles Soziale zwischen den Menschen zu ersticken. Aufstandsbekämpfungs- und Befriedungsstrategien finden ihren Ausdruck in der Unterdrückung der Rebellierenden und der Integration der „Dialogwilligen“, wie bei dem Versuch des Bezirks im Sommer 2017 Bürgerbeteiligung und Mitspracherecht zu simulieren und inszenieren.

Januar 2018

Mit Spannung sehen wir dem Jahr 2018 entgegen. Ende des Jahres laufen die Pachtverträge des (queer-)feministischen Hausprojektes Liebig34 aus und zahlreiche weitere Projekte sind bedroht und haben gemeinsame kämpferische Perspektiven nötig. Seit dem G20-Gipfel in Hamburg steigt der Repressionsdruck auf autonome Strukturen, der auch nicht vor unseren Türen Halt macht. Gewachsene Kiezstrukturen werden weiter durch Verdrängung zerstört werden und Individualisierung und Egoismus vorantreiben. Wir sehen unsere Verantwortung darin, die Kraft der Auseinandersetzungen, wie wir sie auch in Hamburg erlebt haben, weiter zu tragen und Risse der kollektiven und individuellen Revolte in das Beton der kapitalistischen Stadt zu treiben. Doch wir sind nicht Gallien und unser Horizont hört auch nicht an den Kiezgrenzen auf. Wir beobachten, dass die Rebellion gegen Gentrifizierung zu einem der wichtigsten Pfeiler autonomer Kämpfe geworden ist – nicht nur in Berlin gibt es täglich Aktionen gegen Profiteure und Staatshandlanger, die mit ihrer gewalttätigen Politik Menschenleben auf dem Gewissen haben. Im Zeitalter von Smart-City und Urban Warfare, dem stetigen Erstarken faschistischer Strukturen und umfassender Gleichgültigkeit, verteidigen Menschen überall auf der Welt, von Rojava bis zu den Mapuche, von Athen bis nach Berlin, von den Goldminen Chalkidikis bis zur ZAD bei Nantes, … ihre Freiheit und ein Leben in Würde.

Diskussions- und Chaostage Mai 2018

Wer meint, in der Rigaer Straße oder sonst wo die Friedhofsruhe einzuläuten, sollte mit unserem Drang nach einem selbstorganisierten und unkommerziellen Leben und unserem Willen dafür gegen jegliche Herrschaft und die Macht des Kapitals zu kämpfen rechnen. Wir laden euch dazu vom 10.-13. Mai 2018zu den Diskussions- und Chaostagen in Berlin ein. Wir wollen revolutionäre und aufständische Perspektiven, Ziele und Strategien für einen weitergehenden Kampf diskutieren, probieren und intensivieren. Geplant ist eine Mischung aus Workshops, Diskussionen, Kultur und Aktionen an den Brennpunkten unserer Kämpfe. Je mehr davon, desto besser.

Aufgerufen sind aktive Gruppen und Individuen, Stadtteilinitiativen, Kämpfende anderer Regionen, Punks und Bürgerkinder, Gangster und Autonome … – all diejenigen, die in diesen Tagen und Nächten die Straßenund ihre Herzen mit Leben füllen, Widerstand organisieren und dezentral Chaos stiften wollen.

An rigaerstrasse@riseup.net können Beiträge und Ideen geschickt werden sowie Mobimaterial bestellt werden.

Mehr Infos findet ihr unter: gegenstadt.blackblogs.org

Berlin

von Donnerstag 10. Mai 2018 bis Sonntag 13. Mai 2018

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A4 unplugged, Kochareal Zürich

Donnerstag 10. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00

Unsere Ideen sind nicht verhandelbar – Gerichtstermin für Räumungsklage gegen unser Erdgeschoss

Am 14. Mai um 9:00 Uhr öffnen sich erneut die Türen des Gerichts, um deutsches Recht durchzusetzen. Es wird um Paragraphen verhandelt werden, die dafür geschaffen wurden, das kapitalistische System zu schützen und aufrecht zu erhalten und Eigentum als das höchste zu schützende Gut zu verteidigen. An diesem Tag werden Justiz, Senat und Eigentümer natürlich alles daran setzen aus der Verhandlung mit einem Räumungstitel heraus zu gehen. Eine Briefkastenfirma wird versuchen, aufeinander gebaute Steine als ihr Eigentum ein zu klagen und wenig später mit hunderten von uniformierten Kettenhunden in unsere Räume einfallen, um sie uns gewaltsam zu entreißen. Sie werden denken, dass sie damit als Sieger vom Platz gehen.

Wenn wir in dem Gerichtssaal auf der anderen Seite sitzen, dann hoffen wir nicht auf irgendeine „Gerechtigkeit“. Denn wer trotz zahlreicher Gegenbeweise noch daran glaubt, dass die Würde und die Freiheit der Menschen im Kapitalismus eine Bedeutung haben, der verschließt nur die Augen, ignoriert die Wirklichkeit und verharrt in Demut gegenüber den Autoritäten, die uns täglich gewaltsam unterdrücken. Uns sollte allen klar sein, dass unsere Ideen nicht vor der Richterbank verhandelbar sind. Klar, es geht um unser Haus, um einen Ort des Zusammenkommens, um Infrastruktur, um die Kadterschmiede und den Jugendclub. Was jedoch diesen Raum ausmacht sind unsere Ideen und in denen geht es uns ums Ganze. Um eine offensive Haltung gegenüber der Frage, wem zugestanden wird, über andere Leben zu bestimmen, sei es durch Eigentum, durch den Knüppel in der Hand, durch Recht und Gesetz. Hier, in der kapitalistischen Stadt geht es uns um den Kampf für ein selbstbestimmtes Leben und ein solidarisches Miteinander, gegen Verdrängung und Individualisierung, Arbeits- und Konsumzwang. Es geht uns darum, den Widerstand gegen Gentrifizierung und staatliche Kontrolle mit zu organisieren, ein Teil dessen zu sein und die vielfältigen Kämpfe in dieser Stadt mit voran zu bringen.

Ein kurzer Blick zurück …

Während der drei Wochen der Belagerung unseres Hauses im Sommer 2016, nach der Räumung des gesamten Erdgeschosses am 22.06. haben wir neben der Schikanen und der Gewalt vor allem die vielfältige Solidarität gespürt und die zahlreichen Aktionen haben uns in unserem Handeln bestärkt. Diese Wochen haben gezeigt, dass der Begriff der Solidarität nicht durch Mitleid sondern durch die Verknüpfung von Ideen und die Bestärkung des eigenen Drang, die Auseinandersetzungen nach draußen zu tragen, seine starke Bedeutung erlangt. Nach bewegenden offensiven Momenten auf der Straße bewirkte am 13.07.2016 letztendlich auch eine gerichtliche Entscheidung den Abzug der Bullen vom Haus. Einen Tag später hatten wir uns unsere Räume wieder angeeignet und die Kadterschmiede für euch geöffnet.

… in eine neue Runde.

Es geht also in eine neue Runde, einen Tag nach den viertägigen Diskussions- und Chaostagen hier in der Rigaer Straße und an anderen Orten Berlins. Vertreten durch den Verkehrsanwalt Markus Bernau hat die dubiose Eigentümerin, die Briefkastenfirma Lafone Investment Limited mit ihrem bereits dritten Geschäftsführer seit dem Hauskauf 2014, Mark Robert Burton, Räumungsklage eingereicht. Kommt es an diesem Tag zu der Verleihung eines Räumungstitels, dann kann es schon in den darauf folgenden Wochen zu einem Angriff auf unser Haus kommen. Ob dieser vom Eigentümer oder von der Bullenführung veranlasst wird, ist dabei irrelevant. Aber wir werden keinen Angriff auf autonome Strukturen, kein Eindringen dieser Maden in unser Haus unbeantwortet lassen. Es gibt aber auch keine Friedenszeiten, in denen wir uns zurück lehnen oder zurück ziehen dürfen. Nutzen wir die Diskussions- und Chaostage vom 10.-13. Mai dafür, uns über unsere Kämpfe und Perspektiven auszutauschen, voneinander zu lernen, verkrustete Strukturen in dieser Stadt aufzubrechen und zusammen zu kommen. Unterdrückung und kapitalistische Ordnung ist täglich, unser Widerstand auch. Und er regt sich überall in dieser Stadt. Von verschiedenen Orten nehmen wir die Rufe nach Konfrontation wahr. Lasst uns mögliche Antworten aber vor allem unseren täglichen Antagonismus zu den herrschenden Zuständen diskutieren, denn eine Antwort ist nicht nur Reaktion, nicht nur ein kurzer Moment, sondern permanent.

Niemals aufgeben, niemals kapitulieren!

Unser Erdgeschoss ist und bleibt besetzt!

Liebe und Kraft unseren zwei Gefangenen vom 29.03.!

Rigaer 94

Berlin

Montag 14. Mai 2018 von 09:00 bis 23:30

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AkuT, Thun

Dienstag 15. Mai 2018 von 19:00 bis 21:00

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A4 unplugged, Kochareal Zürich

Donnerstag 17. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00

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BS29, Bern

Dienstag 22. Mai 2018 von 19:00 bis 21:00

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A4 unplugged, Kochareal Zürich

Donnerstag 24. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00

Zu Beginn wird ein 20-minütiger Film "Interviewprojekt über Reitschulbesetzung" gezeigt. Danach findet ein Austausch mit Jung und Alt über Aktivismus statt.

Brasserie Lorraine "Säli", Bern

Donnerstag 24. Mai 2018 von 18:30 bis 23:00

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Café Kairo, Bern

Dienstag 29. Mai 2018 von 19:00 bis 21:00

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A4 unplugged, Kochareal Zürich

Donnerstag 31. Mai 2018 von 14:00 bis 18:00

Im H&M werden feministische T-Shirts angeboten und anderswo kann allerlei Che Guevara Merch gekauft werden. Gemeinsam diskutieren wir über die Kommerzialisierung linker Ideen und deren Auswirkungen.

Café Tousjours, Bern

Dienstag 26. Juni 2018 von 18:30 bis 23:00

Vom 31. August bis zum 2. September 2018 wird im besetzten Koch-Areal in Zürich ein Tattoo – Circus stattfinden. Dieser ist ein nach den Grundsätzen des Do-It-Yourself-Prinzips organisiertes Festival. Während des Tattoo-Circus wird ein Raum entstehen, in dem die Tattoo-Kultur und der Kampf gegen Knast und Repression zusammenkommen.

Verschiedene Tattoo-Künstler*innen stellen ihre Zeit, Erfahrung, Kreativität und so viel Tinte wie möglich zur Verfügung, um diese Kämpfe zu unterstützen. Das Prinzip des Tattoo-Circus ist, dass niemand persönlich an dieser Veranstaltung verdient, weder die Tattoowierer*innen oder Piercer*innen, noch die Bands, Referenten*innen oder Performer*innen arbeiten für ihren eigenen Profit. Alle Unterstützer*innen stellen ihre Fähigkeiten, Energien und Ressourcen aus Überzeugung und Solidarität bereit, mit dem Bewusstsein, dass die kompletten Erlöse denen zu Gute kommen, die entschlossen gegen Staat und Kapital kämpfen.

Der Tattoo-Circus will sich aber nicht lediglich auf die Tattoo-Kultur beschränken! Es wird ein vielschichtiges Programm vorbereitet, dass sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Knast und Repression beschäftigt und zum Mitmachen einlädt. So wird es Vorträge, Workshops, Infos zu Gefangenen, eine Gefangenenpost- Ecke geben. Für den Unterhaltungsfaktor werden Performances, Konzerte sowie Essen und Bar organisiert.

Für eine Gesellschaft ohne Knäste und Repression!
Für eine Welt ohne Herrschaft!

Kochareal Zürich

von Freitag 31. August 2018 ab 11:00 bis Sonntag 2. September 2018 bis 18:00

Alle können zu diesem Monat etwas beitragen. Falls ihr mit eurer Veranstaltung auf einen gemeinsamen Flyer wollt, könnt ihr euch bei bssq@immerda.ch melden.

weitere Infos folgen.

Überall

von Sonnabend 1. September 2018 bis Sonntag 30. September 2018

ABGESAGT

Basel

von Freitag 7. September 2018 ab 14:00 bis Sonnabend 8. September 2018 bis 23:39

Demo gegen "Marsch fürs Läbe"
weiter Infos folgen

Bern

Sonnabend 15. September 2018